Zalando-Zahlen: Kunden kaufen im Schnitt für 63 Euro ein

Der Berliner Mode-Versender Zalando hat im vergangenen Geschäftsjahr 2013 ein negatives Ergebnis nach Steuern von -116,6 Mio. Euro eingefahren. Das geht aus dem frisch veröffentlichten Geschäftsbericht für diese Berichtsperiode hervor, der ab sofort online abrufbar ist (PDF).

Zalando

Damit sind nun erstmals konkrete Zahlen zum Periodenergebnis für das vergangene Geschäftsjahr 2013 verfügbar. Zwar hatten die Berliner zu Jahresbeginn bereits vorläufige Zahlen veröffentlicht. Darin hatte man allerdings nur prozentuale Angaben zum Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verraten, so dass man selbst den Taschenrechner bemühen musste:

„Zalando steigerte im Geschäftsjahr 2013 den Nettoumsatz um rund 600 Millionen EUR und damit um mehr als 50 Prozent auf 1,8 Milliarden EUR. Das geht aus den vorläufigen Zahlen des Modehändlers hervor. Auf Gruppenebene verbesserte sich die EBIT-Marge 2013 um rund einen halben Prozentpunkt von -7.2% im Jahr 2012.“

Neben dem Geschäftsbericht 2013 ist seit wenigen Stunden auch der Konzernabschluss für das Vorjahr 2012 online bei Zalando verfügbar (PDF). Demnach hatte es damals bei 1,2 Mrd. Euro Netto-Umsatz ein negatives Periodenergebnis von -85,1 Mio. Euro gegeben. Die wirtschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahre hat Zalando obendrein in einem mehrseitigen Fact Sheet zusammengefasst (PDF), das ebenfalls interessante Einblicke in Zalandos Zahlen gewährt:

Zalando UmsätzeBildquelle: Screenshot

Aus dem Fact Sheet geht zudem hervor, dass Zalando in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) bereits seit 2012 operativ schwarze Zahlen schreibt (siehe Seite 3 im PDF):

Zalando Entwicklung DACH-RegionBildquelle: Screenshot

Interessant ist auch, dass Zalando nach eigenen Angaben im vergangenen Geschäftsjahr rund 13,1 Mio. aktive Kunden hatte (mind. eine Bestellung in den vergangenen zwölf Monaten, im Anschluss retournierte oder stornierte Bestellungen zählen auch dazu). Diese haben im Schnitt knapp drei Bestellungen bei Zalando aufgegeben, die allerdings von Kunden im Anschluss noch storniert oder retourniert werden konnten. Der Warenkorbwert der gekauften Produkte hat durchschnittlich 62,5 Euro betragen (inklusive Mehrwersteuer sowie nach Stornierungen und Retouren; Einkaufsvolumen geteilt durch die Zahl aller gelieferten Bestellungen).

Alle Dokumente sind im neuen Investor-Relations-Bereich von Zalando abrufbar, der von den Berlinern vor dem Hintergrund des geplanten Börsengangs im zweiten Halbjahr 2014 geschaffen wurde. Weitere Details zum bevorstehenden IPO gibt es in der Pressemeldung.

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Über Stephan Randler 3153 Artikel
Stephan Randler (43) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.