Wachstumsstrategie: MediaMarktSaturn übernimmt Euronics-Markt

Zuletzt hatte die MediaMarktSaturn-Gruppe mit ihrem neuen Startup-Programm „Retailtech Hub“ aufhorchen lassen, über das der Handelskonzern gemeinsame Pilotprojekte mit Jungunternehmen umsetzen will – unter anderem in den stationären Märkten. Dazu gehört ab Oktober 2017 ein neuer Standort in Burghausen, wo der Handelskonzern ein Geschäft aus der Euronics-Gruppe übernimmt.

Media Markt Euronics
Das Euronics-Geschäft (Bild: MediaSaturn)

Konkret handelt es sich um den Euronics XXL-Markt an der Burgkirchener Straße (siehe Foto) des bisherigen geschäftsführenden Gesellschafters Karl-Heinz Stellmach, der in den Ruhestand geht. Sein Fachmarkt wird daher künftig unter der Vertriebsmarke „MediaMarkt“ geführt.

Mit der Übernahme will die MediaSaturn-Gruppe ihre Präsenz im Großraum München steigern. Zusammen mit dem Fachmarkt übernimmt der Konzern auch eine Service-Werkstatt, in der Kunden ihre Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte reparieren lassen können.

„Die Akquisition ist Teil unserer Strategie, unser Wachstum durch den Zukauf einzelner Märkte oder kleiner Verbundgruppen voranzutreiben“, freut sich Wolfgang Kirsch, CEO von MediaMarktSaturn in Deutschland. Deshalb hatte der Konzern bereits zum 01. März 2017 zwei Märkte in Emmendingen und Müllheim von Expert Flösch übernommen – also ebenfalls aus einer Verbundgruppe wie Euronics.

Bei dem Deal übernimmt MediaMarktSaturn nun alle 31 Mitarbeiter an dem Euronics-Standort in Burghausen. Die Übernahme müssen die Wettbewerbsbehörden allerdings noch absegnen.

Ab 01. Oktober 2017 wird der neue Standort dann erstmals in die vorhandene IT-Infrastruktur der MediaMarktSaturn-Gruppe eingebunden, damit Kunden künftig auch in Burghausen ihre Produkte zuvor online bestellen und anschließend vor Ort abholen können („Click & Collect“) – schließlich befeuern solche Multichannel-Services zunehmend das Konzern-Geschäft. Parallel wird auch der Euronics-Markt ans Ladendesign von Media Markt angepasst – weitgehend bei laufendem Betrieb.

Über ein Startup-Programm hat der Konzern erst die Deutsche Technikberatung entdeckt. Dieses Start-Up vermittelt Berater, die auf Consumer Electronics spezialisiert sind. Falls bei Verbrauchern zu Hause das WLAN streikt, können sich Nutzer gegen eine Service-Gebühr von einem Technik-Experten helfen lassen: entweder zu Hause oder am PC. Das Angebot wird derzeit in ersten Filialen beworben und soll langfristig in allen deutschen Saturn- und Media-Märkten angeboten werden. Am Start-Up hat sich zudem die Ceconomy AG – Muttergesellschaft der MediaSaturn-Gruppe – mehrheitlich beteiligt.

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