Sinnvoller Schritt: Notebooksbilliger.de benennt sich um in NBB.com

Der deutsche Elektronik-Versender Notebooksbilliger.de ändert seinen Namen. So nutzt der Online-Händler ab sofort den neuen Marken-Namen „NBB.com“ in seinem Online-Shop und den bundesweit sechs stationären Stores. Dass sich der Elektronik-Spezialist jetzt umbenennt, hat gleich zwei Gründe.

NBB.com
NBB ist der neue Name (Bild: Screenshot)

Zum einen will der Online-Händler aus Sarstedt (in der Nähe von Hannover) mit dem neuen Namen sein Sortiment besser vermarkten. Neben Notebooks sind zwar auch schon PCs, Monitore und Drucker bereits länger im Online-Angebot. Zusätzlich gibt es inzwischen aber auch zunehmend Smartphones sowie Audio-Systeme und Haushaltsgeräte wie Staubsauger zu kaufen, was so in den Anfangsjahren der Firmengeschichte nicht der Fall gewesen ist.

Damals war der beschreibende Firmenname sinnvoll, jetzt aber passt die Begrenzung auf „Notebooks“ im Namen in der Tat nicht mehr ganz.

Mit dem neuen Firmennamen will der Elektronik-Händler außerdem weitere Segmente und Produkt-Kategorien dazu nehmen und besser vermarkten können. „Der dafür nötige Imagewandel wird durch den neuen Namen erst möglich“, argumentiert der Anbieter. Nur wegen dem Sortiment allein wird das Unternehmen aber nicht umbenannt. Denn mit dem neuen Marken-Namen will sich der Händler auch in Europa breiter aufstellen und künftig schneller von ausländischen Märkten angenommen werden.

NBB Umsatz
Entwicklung der Notebooksbilliger.de AG seit dem Jahr 2007 (Quelle: eigene Angaben in Mio. Euro)

Hier lauert in der Tat noch viel Potenzial. Denn laut dem zuletzt veröffentlichten Jahresabschluss hat die Notebooksbilliger.de AG zwar im Jahr 2018 ihren Umsatz zweistellig um 11,9 Prozent erhöhen können (siehe Grafik oben). Vom Gesamtumsatz von 878,5 Mio. Euro wurden aber 94,1 Prozent in Deutschland erzielt. Das liegt auch mit daran, dass aktuell im europäischen Ausland quasi fast nur Firmenkunden beliefert werden und Privatkunden – bis auf Verbraucher in Österreich und Holland – außen vor sind.

Dazu betreibt der Händler aktuell keine spezifischen Länder-Shops für Kunden im Ausland. Mit dem neuen Branding dürfte sich das ändern. Dann muss der Anbieter aber auch entsprechend in Marketing investieren, damit Verbraucher die Marke „NBB“ mit Elektronik verbinden. Denn dieser Kunstname schränkt das Sortiment zwar nicht so ein wie die alte Bezeichnung Notebooksbilliger.de, die zudem auf Kunden in Deutschland zugeschnitten war. Dafür aber hatte die alte beschreibende Händler-Marke auf Anhieb klar gemacht, was man als Kunde erwarten konnte: nämlich Notebooks billiger als woanders.

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Über Stephan Randler 2453 Artikel
Stephan Randler (40) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.

3 Kommentare zu Sinnvoller Schritt: Notebooksbilliger.de benennt sich um in NBB.com

  1. Es ist ja nicht so, als ob das was notebooksbilliger aktuell an Sortimenten abseits der klassischen IT (s.o. Smartphones, Audio, Staubsauger) hat, komplett neu wäre. Es ist noch nicht lange her, da waren die deutlich breiter aufgestellt, haben sich aber wieder von den Sortimenten verabschiedet. Die Gründe wurden seinerzeit auch klar kommuniziert, und es war primär nicht der Firmenname. Es bleibt spannend zu beobachten, was sich hier mittlerweile geändert hat, und auch ob notebooksbilliger dieses Mal einen längeren Atem hat, wenn es darum geht, diese Kategorien erfolgreich zu machen. Eines ist klar: Ohne massives Invest wird das nicht funktionieren. Schon andere mussten feststellen, dass kundenseitig niemand auf einen neuen Onliner im Bereich Elektro gewartet hat.

    • In der Tat wurde vor einem Jahr der Verkauf von Haushaltsgroßgeräten eingestellt. Offizielle Begründung damals:

      „Die Hauptgründe hierfür waren, dass wir insbesondere in Bezug auf die Zustellung und die hier in der Fläche nutzbaren Logistikdienstleistungen das Kauferlebnis aus Kundensicht nicht sicherstellen können und wir selbst auf Grund des Preisdrucks aber auch keine Möglichkeit sahen, dieses Erlebnis durch eigene Maßnahmen oder Investitionen in der Fläche besser zu gestalten.“

  2. kleiner Nachtrag noch:
    Internationalisierung mit den bestehenden Sortimenten, mit denen notebooksbilliger ja nachweislich sehr erfolgreich ist, ist natürlich hochgradig sinnvoll und kann gut funktionieren

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