Praxistipp: So finden Händler das für sie passende Shop-System

Ob Online-Pureplayer, stationärer Einzelhändler mit Webshop oder Hersteller mit Händlernetz: All diese Anbieter brauchen das geeignete Shop-System, um damit einen erfolgreichen Online-Handel betreiben zu können. Worauf Händler bei der Shop-Suche achten sollten, weiß aus seiner Kunden-Praxis der Medien-Dienstleister w&co, der neuhandeln.de auch als Sponsor unterstützt.

Keine Frage: Das Angebot an Webshop-Systemen ist zunächst einmal unübersichtlich, so dass allein die große Vielfalt die Auswahl für Händler erschwert. Zum Start hilft Händlern daher oftmals eine Übersicht, was der Markt denn bietet. Grundlegend wird hier zwischen Standardlösung und Spezialentwicklung unterschieden. Ersteres ist mit Lizenzkosten verbunden, dafür sorgen Anbieter für Entwicklung und Updates. Spezialentwicklungen bieten alle Freiheiten, was allerdings zu hoher Komplexität und Abhängigkeit von eigenen Entwicklern führen kann – es drohen technologische Sackgassen.

Bei den Standard-Systemen am Markt haben sich zwei Typen etabliert: Baukasten-Systeme als SaaS-Lösungen – also Mietmodelle – sowie Lizenz-Software. SaaS-Lösungen versprechen Entlastung von IT-Aufgaben, die Angebote reichen bis zu weitgehend schlüsselfertigen Systemen. Die Baukastensysteme stehen für einen schnellen Einstieg in E-Commerce für kleine bis große Unternehmen, individuelle Marken- und Marktentwicklung spielen hier allerdings eine untergeordnete Rolle. Bei Lizenz-Software sind die Lösungen zu bevorzugen, die als Open-Source von einer starken Entwickler- und Dienstleister-Gemeinde unterstützt werden und im hiesigen Markt dadurch entsprechend breit präsent sind.

Gefragt sind dabei Flexibilität in der Anpassung, Skalierbarkeit, SEO-Optimierung und Schnittstellen zu Drittsystemen von Payment-Providern, Online-Marktplätzen oder Warenwirtschaft-Systemen. Generell lohnt sich hier ein genauer Blick: Denn Konzepte für die Skalierbarkeit und Lastverteilung beeinflussen den Kosten- und Zeitaufwand für Webshop-Entwicklung, Anpassungen und Betrieb. Schließlich sind nicht nur die Anfangskosten, sondern auch die Gesamtwirtschaftlichkeit relevant.

Wachstum über Subshops, Marktplätze und Expansion

Ist der Web-Shop einmal online, kann das Wachstum unterschiedlich erfolgen: Wer auf Reichweite setzt, sollte ein Auge auf vorbereitete Schnittstellen zu Marktplätzen, Affiliate-Netzwerken und Social Media legen. Die Vernetzung mit Marktplätzen ist insbesondere auch interessant, um Umsatzchancen in anderen Ländern zu testen, bevor eigene länderspezifische Webshops eingerichtet werden.

Eine andere Strategie ist, stärker auf die langfristige Bindung definierter Zielgruppen und damit auf wachsende Umsätze pro Kunde zu setzen. Hier sind Service- und Community-Funktionen relevant sowie die Möglichkeiten zur Gestaltung von digitalen „Erlebniswelten“ durch Storytelling, Showrooms oder Communities. Für Händler und Hersteller mit einem breiten Sortiment sind die Möglichkeiten relevant, mehrere Subshops für zielgruppenspezifisches Marketing einzurichten. Dies eröffnet neue Ansätze, um Warengruppen sehr spezifisch zu positionieren oder auch neue Märkte im E-Commerce zu testen.

Steht die Internationalisierung im Fokus, kommen nur noch Webshop-Systeme in die Auswahl, die dafür durch Mehrsprachigkeit, Mandantenfähigkeit und Steuerungsfunktionen ausgerichtet sind. Sie sollten sich flexibel auf lokale Anforderungen anpassen lassen in Bezug auf Design und Content.

Für solche Vorhaben werden meist Dienstleister einbezogen. Wer dabei projektorientiert mit unterschiedlichen Anbietern agiert, braucht selbst hohe Kompetenz in IT-Infrastrukturen sowie auf E-Commerce-Technologien spezialisierte Mitarbeiter. Schließlich gilt es, mehrere externe Teams für einzelne Disziplinen wie Konzeption, grafische Umsetzung, Programmierung, Implementierung und Hosting zu steuern und mit den internen Abteilungen zu koordinieren.

Spätestens hier stellt sich die Frage nach den verfügbaren Ressourcen – was sowohl Mitarbeiter betrifft, die für die unterschiedlichen Disziplinen im E-Commerce qualifiziert sind, als auch IT-Infrastrukturen.

Dabei geht es nicht nur um die Entwicklung und Implementierung des Webshops, sondern auch um die Zeit danach: Betrieb und Pflege des Webshops sind hier ebenso zu berücksichtigen wie die Bewirtschaftung, Content-Erstellung, Online-Marketing und SEO. Unternehmen, die E-Commerce strategisch weiterentwickeln wollen, sind gut beraten, hierfür auf langfristige Partner zu setzen. Sie helfen in enger Zusammenarbeit mit dem Marketing, das Online-Geschäft nachhaltig voranzutreiben.

Robert Schneider
Robert Schneider (Bild: w&co)

Über den Autor: Robert Schneider (siehe Foto) ist Geschäftsführer bei der w&co MediaServices München GmbH & Co KG.

w&co MediaServices ist einer der modernsten und innovativsten Mediendienstleister in Deutschland und zählt Verlage, Versender, Händler und Corporates zu seinen Kunden. Die Leistungen umfassen dabei die ganzheitliche Umsetzung anspruchsvoller Projekte aus Foto- und Videoproduktion, Konzeption und Gestaltung, automatisierter Medienproduktion, Web-Shop-Management und E-Kataloge.

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