Notebooksbilliger.de: Mehr Kunden, mehr Umsatz, mehr Marge

Auf neuhandeln.de hatte ich bereits berichtet, dass die auf Unterhaltungselektronik und weiße Ware spezialisierte Notebooksbilliger.de AG ihren Umsatz im Geschäftsjahr 2014 deutlich über zehn Prozent steigern konnte. Konkrete Zahlen hatte man bislang zwar nicht verraten. Detaillierte Einblicke liefert nun aber der Geschäftsbericht für diese Berichtsperiode, der soeben online veröffentlicht wurde.

Notebooksbilliger.de Umsatz
Bei Notebooksbilliger.de geht der Umsatz weiter nach oben (Bild: eigene Grafik)

Demnach steht für das Geschäftsjahr 2014 gleich ein Netto-Umsatz von 501,9 Mio. Euro in den Büchern, wodurch der Elektronik-Händler im Vergleich zum Vorjahr nun sogar um 16,2 Prozent zulegen konnte. Damit hat das Wachstum wieder deutlich an Dynamik gewonnen, nachdem der Umsatz der Gesellschaft ein Jahr zuvor nur um 7,1 Prozent gestiegen war. Für das deutlich zweistellige Wachstum in Höhe von 16,2 Prozent im Geschäftsjahr 2014 nennt Notebooksbilliger im Geschäftsbericht mehrere Gründe.

Nach eigenen Angaben haben ein „wachsender Kundenstamm“ und „Skalenerträge in der Beschaffung“ dafür gesorgt, dass die Umsatzentwicklung bei Notebooks positiv war und über dem Gesamtmarkt lag.

Skalenerträge und ein breiteres Sortiment hatten beim Elektronik-Versender auch beim Geschäft mit Desktop-PCs ein „deutliches Wachstum über Marktniveau“ besorgt. Ein signifikantes Wachstum habe man zudem bei Haushaltsgeräten erzielen können – für Leser von neuhandeln.de ist das aber sicher keine Überraschung. Schließlich hatte Notebooksbilliger bereits gegenüber neuhandeln.de erklärt, dass man 2014 nicht zuletzt bei neuen Warensegmenten stark zulegen konnte. Zu diesen Sortimenten gehören unter anderem Kühlschränke und Waschmaschinen (weiße Ware), die Notebooksbilliger.de verstärkt zu seinem Kernsortiment um Notebooks, PCs und Unterhaltungselektronik anbietet.

Hauptgeschäft mit Notebooks, weniger Umsatz mit Smartphones

Trotz dem starken Wachstum bei weißer Ware war für Notebooksbilliger.de auch im Geschäftsjahr 2014 noch der Hauptumsatzträger der Vertrieb von Notebooks – wenn auch „mit abnehmender Relevanz“, wie es im jetzt veröffentlichten Geschäftsbericht heißt. Abgenommen hat 2014 übrigens auch der Umsatz mit Smartphones, was im ersten Moment ein wenig überrascht. Schließlich sind iPhone & Co. bei Verbrauchern ja nach wie vor sehr gefragt. Notebooksbilliger.de hatte aber im Jahr 2014 beim Smartphone-Geschäft einen „strategischen Fokus auf die Ertragsoptimierung“ gelegt, was in einem zweiten Schritt zu Umsatzrückgängen in dieser Produktkategorie führte – Notebooksbilliger verkaufte demnach also keine Geräte mehr, an denen der Elektronik-Versender zu wenig verdiente.

Unterm Strich steht für das Geschäftsjahr 2014 ein Jahresüberschuss von 10,2 Mio. Euro, der etwas unter dem Niveau des Vorjahres liegt (2013: 10,3 Mio. Euro). Das vorgelagerte Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Steuern hat sich dagegen von zuvor 14,7 Mio. auf 15,7 Mio. Euro spürbar verbessert. Als Gründe nennt der Elektronik-Versender die Umsatzzuwächse und eine verbesserte Marge, die unter anderem auf bessere Einkaufsbedingungen zurückzuführen ist. Knapp 97 Prozent und damit fast der komplette Umsatz von 501,9 Mio. Euro wurde in Deutschland erzielt.

Übrigens: Ursprünglich hatte Notebooksbilliger.de für das Geschäftsjahr 2014 mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau gerechnet, so dass die eigenen Erwartungen deutlich übertroffen wurden.

Diese Geschichte hat sich im vergangenen Geschäftsjahr 2015 wiederholt. Denn hier hatte man „im Rahmen einer konservativen Planung“ mit einem leicht steigenden Umsatz gerechnet. Tatsächlich aber hatten die Hannoveraner dann 2015 ein „gut zweistelliges Wachstum“ auf einen Brutto-Umsatz von über 700 Mio. Euro erreichen können, wie ich im Februar auf neuhandeln.de berichtet hatte.

Addiert man nämlich einmal 19 Prozent Mehrwertsteuer zum Netto-Umsatz von rund 500 Mio. Euro aus dem Jahr 2014, so kommt man auf einen Brutto-Umsatz von 595 Mio. Euro – was bei einem Brutto-Umsatz von 700 Mio. Euro für das abgelaufene Geschäftsjahr 2015 ein Plus von 17 Prozent bedeutet.

Notebooksbilliger.de verkauft im Online-Handel und über Geschäfte in München, Düsseldorf und Hannover. Im zweiten Quartal 2016 soll eine weitere Filiale eröffnen – diesmal aber in Hamburg.

Schon gewusst? Jeden Freitag erscheint der kostenlose Newsletter von neuhandeln.de – so erhalten Sie alle Beiträge bequem in Ihr Postfach und verpassen keine Artikel mehr. Über 2.890 Kollegen aus dem Versand- und Multichannel-Handel beziehen bereits den Newsletter – hier geht es zum Abo.

Über Stephan Randler 2151 Artikel
Stephan Randler (39) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr