„Nicht mehr ein Kernbestandteil“: eBay trennt sich von Brands4friends

Das US-amerikanische E-Commerce-Unternehmen eBay will sich von seinem deutschen Shopping-Club Brands4friends trennen. So haben die US-Amerikaner jetzt eine Vereinbarung getroffen, um ihr Flash-Sale-Business zu verkaufen. Das lässt sich jetzt einer aktuellen Meldung zu den Zahlen für das zweite Quartal 2019 entnehmen, ohne dass eBay dort allerdings weitere Angaben zum geplanten Deal macht.

Brands4friends
Startseite des Clubs (Bild: Screenshot)

Auf Nachfrage von neuhandeln.de bestätigt eBay Deutschland dennoch, dass mit Regent ein Private-Equity-Unternehmen den Shopping-Club übernehmen soll. Über die Bühne gehen soll der Deal in den kommenden Wochen.

„eBay überprüft sein Portfolio regelmäßig und passt aktiv seine Beteiligungen an“, konkretisiert eine Sprecherin von eBay gegenüber neuhandeln.de die Hintergründe. „Im Rahmen dieses kontinuierlichen Prozesses haben wir uns für einen Verkauf von Brands4friends entschieden, da der Shopping-Club nicht mehr ein Kernbestandteil der Unternehmensstrategie von eBay ist.“

Deutschland bleibe für eBay dennoch ein Kernmarkt, wo man Verbrauchern und Verkäufern mit Angeboten wie dem Online-Marktplatz eBay.de sowie den zwei zusätzlichen Internet-Portalen eBay-Kleinanzeigen.de als auch mobile.de (Gebrauchtwagen) weiterhin viele Online-Plattformen anbiete.

Brands4friends startet jeden Tag verschiedene Kampagnen, bei denen Ware zu reduzierten Preisen angeboten wird – wahlweise solange der Vorrat reicht oder eine Aktion läuft. Einsehen können die Angebote nur registrierte Mitglieder. Den Shopping-Club hatte eBay im Jahr 2010 übernommen.

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Über Stephan Randler 2199 Artikel
Stephan Randler (39) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr

3 Kommentare zu „Nicht mehr ein Kernbestandteil“: eBay trennt sich von Brands4friends

  1. Wovon ich ausgehe:

    – b4f war nie profitabel / wächst nicht mehr oder nur kaum und schreibt ordentlich Verluste

    – sind vermeintliche Synergien (wo auch immer man die außer beim Transfer von eBay zu b4f und dem eBay Login dort gesehen hat) nie wirklich gekommen

    – Regent bekommt den Laden for free oder mit Mitgift und wird einmal brutal durchkehren.

    – b4f ist quasi erledigt

  2. Nach offiziellen Angaben hatte es zumindest 2017 noch ein zweistelliges Umsatzplus gegeben:
    https://neuhandeln.de/neuausrichtung-brands4friends-steigert-netto-umsatz-auf-rund-142-mio-euro/

    Wo man Synergien zum Kerngeschäft sieht, hat sich mir aber auch nie ganz erschlossen. Schließlich läuft das Club-Geschäft ja von der Vermarktung und der Logistik völlig anders als klassischer E-Commerce. Deswegen hat sich unter anderem ja auch Windeln.de von seinem Shopping-Club getrennt – offiziell zumindest 😉
    https://neuhandeln.de/windeln-de-ag-entlaesst-mitarbeiter-und-schliesst-shopping-club/

  3. Schade… Früher öfters mal bei b4f bestellt und mit der Qualität zufrieden gewesen. Diese Limitierungen haben aber auch oft sehr genervt und die besten Artikeln waren meist schon um 8 Uhr morgens ausverkauft. Da kann ich mir schon vorstellen, dass es auf lange Sicht nicht die smarteste Geschäftsidee ist und das Konzept nicht für jeden Kunden geeignet.

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