Finanzen: Sport-Thieme profitiert vom Auslandsgeschäft

Die auf den Vertrieb von Sportartikeln und Vereinsbedarf spezialisierte Sport-Thieme GmbH mit Sitz im niedersächsischen Grasleben hat den Umsatz im Geschäftsjahr 2012/2013 (Stichtag: 31. März) um 1,6 Prozent beziehungsweise 0,7 Mio. Euro geringfügig gesteigert. Das geht aus dem kürzlich veröffentlichten Jahresabschluss des deutschen Sportartikelversenders hervor.

Demnach sind zwar die Umsätze im „Objektgeschäft“ weggefallen, bei dem Turnhallen komplett bestückt werden (zum Beispiel mit Bodenhülsen, Halterungen für Basketballkörbe, Seile). Denn Sport-Thieme hat das Objektgeschäft aufgegeben, weil es preislich sehr umkämpft und nicht rentabel ist. Parallel hat sich aber das Auslandsgeschäft mit einem Umsatzplus von 12,6 Prozent überdurchschnittlich verbessert, dazu sind die Online-Umsätze um 7,6 Prozent gestiegen.

Sport ThiemeBildquelle: Screenshot

Konkrete Angaben zum Netto-Umsatz sind dem Jahresabschluss und der Gewinn- und Verlustrechnung zwar nicht zu entnehmen. Wenn man aber die 1,63 Prozent Wachstum mit 0,7 Mio. Euro Umsatz als Maßstab nimmt, kommt man beim Hochrechnen auf einen Gesamtumsatz von rund 41 Mio. Euro. Das passt zu den Angaben im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht (PDF), wo von einem Umsatz von 41,3 Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2012/2013 die Rede ist.

Im Berichtszeitraum hat der Sportartikelversender einen Jahresüberschuss von 0,7 Mio. Euro erzielen können, nachdem dieser Wert im Jahr zuvor erst 0,5 Mio. Euro betragen hatte. Zwar haben sich 2012/2013 die Personalaufwendungen erhöht, da mehr Mitarbeiter beschäftigt wurden und Löhne tariflich erhöht worden sind. Im Gegenzug hat sich aber unter anderem der Rohertrag verbessert (+4,3 Prozent), dazu sind die Verwaltungskosten gesunken. Das hat wiederum damit zu tun, dass Kosten für externe Personaldienstleistungen gesunken sind, weil das Objektgeschäft eingestellt worden ist.

Sport-Thieme verkauft an Geschäftskunden und Privatpersonen. Dabei wird der Großteil der Umsätze mit Schulen, Vereinen und öffentlichen Institutionen erzielt. Neben Fremdmarken führt Sport-Thieme auch eigene Produkte, die in Niedersachen produziert werden.

Aktuell betreibt Sport-Thieme elf verschiedene Online-Shops in neun Sprachen. Der Händler ist im europäischen Ausland in dreizehn Ländern mit einer Niederlassung vertreten. In den Umsätzen der Sport-Thieme GmbH finden sich aber nicht alle Auslandsumsätze wieder (aufgrund unterschiedlicher Geschäfts- und Beteiligungsformen). In der „Thieme GmbH & Co. KG“ sind dagegen alle Umsätze enthalten, wie das Unternehmen auf Nachfrage verdeutlicht.

Die „Thieme GmbH & Co. KG“ kam im Geschäftsjahr 2012/2013 auf einen Netto-Umsatz von 47,0 Mio. Euro und einen Jahresüberschuss von 1,5 Mio. Euro, wie dem Bundesanzeiger zu entnehmen ist. Zum Konsolidierungskeis gehören neben der deutschen Sport Thieme GmbH unter anderem Tochter-Gesellschaften mit Sitz in Holland, Österreich, Polen und der Schweiz. Generell macht Thieme ca. 20 Prozent von seinem Gesamtumsatz mit dem Auslandsgeschäft.

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Über Stephan Randler 3045 Artikel
Stephan Randler (42) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.