Finanzen: Golf House wächst stärker als der Gesamtmarkt

Die Golf House Direktversand GmbH mit Sitz in Hamburg hat im vergangenen Geschäftsjahr 2013 einen Netto-Umsatz von 41,7 Mio. Euro erzielen können, wie dem gerade veröffentlichten Jahresabschluss zu entnehmen ist. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Golf-Spezialist den Umsatz um 4,7 Prozent erhöhen (2012: 39,8 Mio. Euro Umsatz). Mit diesem Wachstum lag der Multichannel-Händler nach eigenen Angaben „deutlich über den Zuwächsen der Gesamtbranche“.

Golf HouseBildquelle: Screenshot

Laut dem Jahresabschluss war das Geschäfsjahr 2013 von einem geringen Marktwachstum im Deutschland von gerade einmal +0,8 Prozent geprägt. Profitieren konnte Golf House bei seinem höheren Wachstum davon, dass 2013 neue Flächen eröffnet worden waren. So wurde ein Geschäft in Hannover vergrößert und eine zusätzliche Filiale in Mannheim eröffnet. Dazu hatte der Golfartikel-Händler in einem Asset Deal zwei Filialen der Firma Sectox in München erworben.

Flächenbereinigt hat es zwar auch ein Wachstum gegeben. Dieses liegt aber mit einem Plus von 3,2 Prozent spürbar unter dem absoluten Umsatzzuwachs von 4,7 Prozent im Jahr 2013, zu dem auch die zusätzlichen Filialflächen beigetragen haben.

Besonders erfreulich hat sich 2013 nach eigenen Angaben der Online-Handel entwickelt. Dabei konnte das Multichannel-Unternehmen grundsätzlich von einer steigenden Online-Affinität der Kunden profitieren, wie es auf Nachfrage heißt. Kunden würdem zudem auch online der Marke „Golf House“ immer mehr Vertrauen entgegen bringen.

Über den Katalog- und Online-Handel hat Golf House im vergangenen Geschäftsjahr zusammen nun schon 16,4 Prozent des Gesamtumsatzes erzielt (2012: 14,7 Prozent Online-Anteil). Bei 41,7 Mio. Euro Gesamtumsatz wurden damit rund 6,8 Mio. Euro über den Versandhandel gemacht.

Unterm Strich steht ein Jahresüberschuss von 0,4 Mio. Euro, der allerdings im Vergleich zum Vorjahr deutlich geringer ausfällt. So lag der Vergleichswert in 2012 noch bei 0,9 Mio. Euro. Laut dem Unternehmen haben unter anderem Aufwendungen in die nationale und internationale Expansion das Ergebnis belastet, wie Golf House auf Nachfrage verdeutlicht. Denn neben den neuen Stores in Deutschland hat Golf House auch den österreichischen Wettbewerber Golf Zone übernommen, der neben dem Versandgeschäft auch fünf Filialen in der Alpenrepublik betreibt. Die Übernahme hatte zwar schon 2012 stattgefunden. Im vergangenen Jahr sind aber unter anderem Kosten angefallen, weil Golf Zone in Golf House eingeliedert worden ist.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Golf House mit einer Verbesserung des operativen Ergebnisses. Chancen sieht der Golfartikel-Händler im Bericht unter anderem darin, dass die Zahl der kleineren Wettbewerber durch das wirtschaftliche Umfeld „erheblich reduziert wird“ und Golf House dadurch seine eigene Marktposition noch stärker verbessern könne.

Golf House ist auf den Handel mit Golfequipment wie Schlägern, Trolleys und Bekleidung spezialisiert. Weitere Umsätze werden über Serviceleistungen wie Reperaturen oder das so genannte Schlägerfitting (individuelle Anpassung der Schläger an den Spieler) generiert.

Neben Print-Katalogen und einem Online-Shop gibt es aktuell 20 Filialen in Deutschland. Hinzu kommen fünf Geschäfte in Österreich sowie zwei Filialen in Prag, die aber erst seit diesem Geschäftsjahr zu dem Multichannel-Händler gehören (siehe Firmengeschichte). Der Jahresabschluss der Golf House Direktversand GmbH beinhaltet allerdings nur die Umsätze in Deutschland (Filialen, Versand) sowie marginale internationale Online-Umsätze.

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Über Stephan Randler 3041 Artikel
Stephan Randler (42) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.