Filialkonzept: Rose Versand plant „multimedialen Shop“

Der auf den Versandhandel mit Fahrrädern spezialisierte Rose Versand will im Herbst 2014 ein Ladengeschäft in München eröffnen. Das klingt zunächst wenig spektakulär. Interessant ist aber in erster Linie, wie der Fahrradanbieter den On- und Offline-Handel künftig verknüpfen will:

„Auf 300 Quadratmetern Storefläche werden Kunden hier mit Hilfe des Bike-Konfigurators ihr maßgeschneidertes Fahrrad zusammenstellen können, das dann von Hand am Hauptstandort in Bocholt gebaut wird. In dem multimedialen Shop, der die Tradition des stationären mit den Vorteilen des Online-Handels verschmelzen soll, wird nicht nur die individuelle Konfiguration von Bikes möglich sein, sondern den Kunden auch professionelle Beratung an mehreren Beratertischen geboten.“

Zugegeben: Wirklich schlau wird man aus der Pressemeldung des Fahrradversenders noch nicht. Spannend klingt das neue Filialkonzept aber allemal. Denn durch den Online-Boom geraten klassische Filialkonzepte unter Druck: Wer vor Ort nur Produkt ausstellt, kann Online-Shops wenig entgegen setzen. Denn ein Online-Händler kann im direkten Vergleich einfacher und kostengünstiger ein größeres Sortiment bieten – schließlich gibt es keine Begrenzungen durch Ladenfläche oder Mietkosten. Die Filiale der Zukunft muss daher neue Mehrwerte bieten – beispielsweise ein besonderes Einkaufserlebnis. Warten wir daher ab, was der Rose-Versand im Herbst schlussendlich in München alles bieten kann. Wir berichten, wenn es offiziell losgeht.

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Stephan Randler (40) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr