eFood-Bilanz: Wachstum von Coop@Home schwächt sich wieder ab

Der Schweizer Online-Supermarkt Coop@Home hat das vergangene Geschäftsjahr 2018 mit einem Umsatzplus von 6,7 Prozent abgeschlossen. Das verrät jetzt der Coop-Konzern in einer aktuellen Pressemeldung, ohne dabei aber konkrete Zahlen zu nennen. Ein Jahr zuvor konnten die Schweizer über ihren Online-Supermarkt aber einen Netto-Umsatz von 142 Mio. Franken einfahren, so dass für das Geschäftsjahr 2018 daher ein Wert von rund 151,5 Mio. Franken in den Büchern stehen sollte.

coop@home
Coop@Home wächst schwächer (Bild: Coop)

Das Umsatzplus begründet Coop auf Nachfrage von neuhandeln.de unter anderem damit, dass der Online-Supermarkt sein Angebot an frischem Fisch, Fleisch und Käse ausgebaut habe. Dazu überzeuge Coop@Home mit Qualität und dem „wahrscheinlich besten Liefer-Service“ in der Schweiz.

Denn in Städten und Ballungsgebieten liefert Coop die Ware selbst aus. Wer etwa in Genf oder Zürich bis 14.30 Uhr bestellt, erhält Ware deshalb noch bis 18.00 Uhr geliefert. Generell beträgt das Zeitfenster für Lieferungen nur eine Stunde, wenn Coop@Home die Bestellungen selbst zustellt.

Nur wenn Kunden zu weit weg von den hauseigenen Logistikzentren wohnen, erfolgen die Lieferungen durch die Schweizerische Post – in Lieferfenstern von drei Stunden. Zum Vergleich: Bei der Migros-Tochter LeShop.ch liefert prinzipiell immer die Post die Lebensmittel, einen hauseigenen Zustelldienst gibt es nicht. Kunden des Coop-Konkurrenten werden zudem frühestens am nächsten Tag beliefert.

Doch trotz einem Umsatzplus hat sich das Wachstum wieder spürbar abgeschwächt. Denn 2017 konnte Coop@Home noch ein zweistelliges Plus von 10,5 Prozent verbuchen. Damals hatte man parallel auch die Anzahl der Pick-up-Stationen in Coop-Supermärkten massiv ausgebaut, an denen Verbraucher ihre Online-Bestellungen kostenlos abholen können. Die Zahl dieser Standorte hatte sich 2017 von zuvor zehn auf rund 350 Pick-up-Stationen in der Schweiz erhöht – ein Wert, der auch 2019 unverändert gilt.

Umsatz Coop@Home

Gut möglich daher, dass der Ausbau der Multichannel-Angebote vor einem Jahr das Geschäft bei dem Online-Supermarkt damals zusätzlich befeuert hat. Schließlich sparen Kunden bei einer Abholung die Versandkosten, die sich pro Bestellung bei Coop@Home auf bis zu 17,90 Franken summieren können.

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Über Stephan Randler 2133 Artikel
Stephan Randler (39) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr