Data Driven Commerce: Große Unsicherheit im Einzelhandel
19.05.2020 In der Coronakrise setzen zahlreiche Unternehmen verstärkt auf den Digital Commerce. Um diesen erfolgreich umzusetzen, ist die effiziente Nutzung von Daten ausschlaggebend. Eine Studie zeigt jedoch: 33 Prozent der 250 Befragten sind unsicher, wie sie Daten einsetzen können.

Hauptziel der Datennutzung ist die Steigerung der Kundenzufriedenheit
Werden Daten genutzt, dann hauptsächlich zur Steigerung der Kundenzufriedenheit, wie 43 Prozent der Befragten angeben. Direkt danach wird die Reduzierung von Zahlungsausfällen von knapp einem Viertel der Befragten als Hauptziel für die Datennutzung genannt. Die Zielsetzungen spiegeln sich auch in den Bereichen wider, die bisher systematisch analysiert werden. So stammen sie vorrangig von klassischen ABC-Analysen zu Umsatz, Ertrag, Ausfall und Retouren, wie knapp die Hälfte aller Befragten (49,6 Prozent) angeben. Alternativ werden sie im Bereich Customer Experience, wie Bewertungen und Reklamationen erhoben (46,4 Prozent). Als Datenquellen dienen vorrangig die eigene Website (48 Prozent) sowie Adress- und Stammdaten (38,4 Prozent). Online Ads (13,6 Prozent) und Wettbewerbspreise (11,2 Prozent) spielen eine untergeordnete Rolle.Externe Daten kommen kaum zum Einsatz
Werden Marketing- oder Verkaufsprozesse mit externen Daten angereichert, dann hauptsächlich zum Zweck der Bonitätsprüfung (18 Prozent).Obwohl auf den Einsatz externer Daten in vielen Branchen gänzlich verzichtet wird, geben drei Viertel der Befragten an, über ausreichen Daten und Rahmenbedingungen zu verfügen, um ihre Ziele zu erreichen. Auch Gastgewerbe (74 Prozent) und Einzelhandel (57 Prozent) stimmen dieser Aussage überwiegend zu. 85 Prozent der Experten hatten zum Zeitpunkt der Befragung auch nicht vor, ihren Data Driven Commerce-Prozess innerhalb der nächsten zwölf Monate zu ändern.Abonnieren Sie unseren kostenlosen wöchentlichen Newsletter!