„Äußerst zufrieden“: Bonprix profitiert von guter Preis- und Marketing-Politik

Der Mode-Händler Bonprix freut sich über ein gutes erstes Halbjahr in der laufenden Berichtsperiode 2019/2020 (Ende: 28. Februar). Demnach konnte die Otto-Tochter – auf vergleichbarer Basis – ihren Gesamtumsatz von Anfang März bis Ende August 2019 im Vergleich zum Vorjahr um rund 3,3 Prozent erhöhen. Positiv entwickelt hat sich bei dem Multichannel-Händler auch das Geschäft in Deutschland.

Kai Heck
Geschäftsführer Kai Heck (Bild: Bonprix)

Hier konnte der Fashion-Versender nämlich sogar überdurchschnittlich beim Umsatz zulegen und gleich um fast vier Prozent wachsen. Bonprix begründet diese Entwicklung auf Nachfrage von neuhandeln.de unter anderem mit einer guten Preis- und Marketingpolitik sowie einem guten Bestandsmanagement.

Deshalb habe sich auch das Geschäft in osteuropäischen Märkten wie Polen und Tschechien sehr gut entwickelt, wo der Mode-Spezialist daher im ersten Halbjahr 2019/2020 gleich zweistellig zulegen konnte. Solche Zuwächse verzeichnet die Otto-Tochter zudem in Holland und in Österreich.

In diesen Ländern sind höhere Zuwächse aber auch prinzipiell noch leichter möglich als hierzulande, da der Umsatz im Ausland nach wie vor auf einem geringeren Niveau liegt als in Deutschland. Hier setzt die Otto-Tochter ja schließlich fast die Hälfte vom Konzernumsatz um. „Wir sind mit den Entwicklungen in Deutschland und Europa äußerst zufrieden“, freut sich daher auch Finanzchef Kai Heck (siehe Foto).

Den realen Umsatz steigern konnte die Bonprix-Gruppe im ersten Halbjahr 2019/2020 sogar um 11,7 Prozent. Hintergrund ist, dass im Gesamtumsatz nun neben den bestehenden Märkten auch erstmals das Geschäft in Russland enthalten ist. Dieses wurde bislang über die „Otto Group Russia“ bilanziert, in der auch das Geschäft der Versender-Marken Quelle und Otto in Russland enthalten war. Weil hier aber beide Marken im vergangenen Jahr vom Markt genommen wurden, hat der Konzern nun folgerichtig das Russland-Geschäft direkt bei Bonprix angesiedelt. Auch weil die Otto-Tochter gut aufgestellt sei für „sehr anspruchsvolle Märkte“ wie Russland, wo das Geschäft zuletzt nämlich rückläufig verlaufen ist.

Nach vorne geht es dagegen in Italien, wo die Otto-Tochter nun neben einem Bonprix-Shop auch ein Online-Angebot für die Otto-Marke Lascana betreibt. Hier vermarktet man als Franchise-Nehmer für den Otto-Konzern ab sofort das Lingerie- und Bademoden-Konzept, weitere Länder sollen folgen.

Zum ersten Halbjahr 2019/2020 nennt Bonprix keine absoluten Umsatzzahlen. Für das gesamte Jahr erwartet die Otto-Tochter nach eigenen Angaben eine „anhaltend gute Entwicklung“ beim Umsatz und bei der Rendite. Im vergangenen Geschäftsjahr 2018/2019 konnte Bonprix einen Netto-Umsatz von weltweit 1,57 Mrd. Euro erzielen, der mit Kunden in 30 Ländern erreicht wurde. Verkauft wird dabei ausschließlich Mode von Eigenmarken. In den USA ist die Otto-Tochter unter der Marke „Venus“ aktiv.

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Über Stephan Randler 2490 Artikel
Stephan Randler (40) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.