Offiziell: Otto-Gruppe trennt sich von Alba Moda

Pünktlich zum Start ins neue Geschäftsjahr 2016/2017 (Anfang: 01. März) hat sich die Otto-Gruppe von einem ihrer Sorgenkinder getrennt. So wurde nun der Textilversender Alba Moda an die Pforzheimer Klingel-Gruppe verkauft, die sowohl von ihrer Größe als auch ihrer Ausrichtung der ideale Käufer sei.

Über den bevorstehenden Verkauf von Alba Moda hatte ich auf neuhandeln.de bereits im vergangenen Monat berichtet. Anfang Februar hatte dann das Bundeskartellamt grünes Licht gegeben und dem An­teils- und Kon­trol­l­er­werb durch die K-Mail Or­der GmbH & Co KG die Freigabe erteilt (AZ: B3-32/16).

Alba Moda
Alba Moda gehört jetzt Klingel (Bild: Screenshot)

Die Otto-Gruppe trennt sich jetzt von Alba Moda, weil den Hamburgern bei dem Geschäft des Textilversenders die Synergien mit den Hauptgeschäften der Otto-Gruppe fehlen. Aus diesem Grund schreibe der auf italienische Mode spezialisierte Textilversender bereits seit Jahren Verluste.

Dennoch sieht man ein „eigenständiges und tragfähiges“ Markenkonzept. Konkrete Zahlen zu Umsatz und Ergebnis von Alba Moda nennt die Otto-Gruppe nicht. Als Tochter-Gesellschaft ist Alba Moda in den Konzernabschluss der Otto-Gruppe einbezogen – wo in den zuletzt veröffentlichten Unterlagen aber keine Infos zur Geschäftsentwicklung von Alba Moda enthalten sind.

Nach Informationen der Mode-Fachzeitschrift „Textilwirtschaft“ soll der Umsatz vor zweieinhalb Jahren unter 100 Mio. Euro betragen haben. Bereits vor rund zweieinhalb Jahren hatte der Otto-Konzern ein Bieterverfahren gestartet, um den Marktwert von Alba Moda prüfen zu lassen. Damals kam es dann aber doch nicht zu einem Verkauf, weil die Rahmenbedingungen für die Otto-Gruppe nicht stimmten.

Alba Moda wurde 1981 gestartet und bietet neben italienischer Mode der Eigenmarke “Alba Moda” ausgewählte Fremdmarken wie Marc O’Polo oder Tommy Hilfiger. Die Zielgruppe des Textilversenders sind Frauen über 50 Jahren (“Best Ager”), die in der Regel über ein gehobenes Einkommen verfügen.

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