Termin offen: Foot Locker begräbt Laufschuh-Spezialist Runners Point

Der Laufschuh-Spezialist Runners Point verschwindet aus dem deutschen Einzelhandel. Entsprechende Medienberichte hat das Unternehmen auf Nachfrage von neuhandeln.de bestätigt. Demnach werden neben den 73 Filialen in Deutschland auch die Geschäfte in Österreich und in der Schweiz geschlossen.

Runners Point
Der Online-Shop (Bild: Runners Point)

Keine Zukunft haben aber nicht nur die stationären Stores. Auch der Online-Shop wird aufgegeben, die Händler-Marke verschwindet damit komplett vom Markt. Betroffen vom Aus sind dadurch zum einen rund 550 Mitarbeiter, die in den lokalen Ladengeschäften in der DACH-Region arbeiten.

Dazu betrifft die Schließung auch noch weitere 170 Mitarbeiter, die am Sitz in Recklinghausen (Nordrhein-Westfalen) tätig sind und sich dort zum Beispiel um das Online-Geschäft, die Logistik oder administrative Tätigkeiten bei dem Laufschuh-Spezialisten kümmern.

Runners Point wurde im Jahr 1984 gegründet und war ursprünglich einmal eine Tochter-Firma von Karstadt. Im Sommer 2013 hatte das US-Unternehmen Foot Locker den Laufschuh-Spezialisten aus Deutschland übernommen. Nun will die US-Mutter ihr Geschäft in Europa konsolidieren, wo man ja noch mit den auf Sneaker spezialisierten Händler-Marken „Foot Locker“ und „SideStep“ aktiv ist.

Hinter „SideStep“ steht zwar auch Runners Point aus Recklinghausen, das Geschäft dieser Sub-Marke wird dennoch beibehalten – sowohl online als auch in den knapp 60 Ladengeschäften in Deutschland.

Runners Point als Marke hat dagegen keine Zukunft mehr, weil die US-Mutter die Geschäftstätigkeit und die Wettbewerbslandschaft in Deutschland über die vergangenen zwölf Monate bewertet habe. Mit der Corona-Krise hat das Aus also nichts zu tun. Wann die Ladengeschäfte und der Online-Shop vom Markt verschwinden, steht aktuell noch nicht fest. Aktuell wirbt Runners Point in seinem Online-Shop damit, dass nach der Corona-Krise die Stores ab sofort wieder öffnen. Dabei ist ihr Aus schon längst besiegelt.

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Über Stephan Randler 2453 Artikel
Stephan Randler (40) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.

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