Von eBay bis Thalia: So helfen Online-Händler jetzt der Ukraine im Krieg

Vergangene Woche hatte ich bereits berichtet, wie der Krieg in der Ukraine den deutschen Online- und Multichannel-Handel beschäftigt. Seitdem hat sich wieder viel in unserer Branche getan. Der folgende Überblick zeigt daher auf, was weitere E-Commerce-Unternehmen und Multichannel-Händler jetzt tun. Dazu gibt es eine Übersicht, welche anderen Maßnahmen auch schon auf den Weg gebracht wurden.

04.03.2022: eBay streicht Verkaufsgebühren

Ukraine
Der Krieg in der Ukraine besorgt Bürger in Europa

„Wie der Rest der Welt sind auch wir entsetzt über die Ereignisse der letzten Wochen“, erklärt etwa eBay. „Wir verfolgen sie mit Sorge und stehen als Unternehmen und Mitarbeitende solidarisch an der Seite der Ukraine.“

Der Marktplatz-Betreiber unterstützt daher Organisationen, die vor Ort helfen. eBay Europa wird unter anderem 500.000 Euro an das Rote Kreuz spenden. Dazu stehe man eBay-Verkäufern aus der Ukraine bei. In einem ersten Schritt verzichtet eBay deshalb auf alle Verkaufsgebühren. „Unsere Gedanken sind bei allen, die von dieser Krise betroffen sind“, betont eBay.

04.03.2022: Thalia stellt Mitarbeiter frei

Mit einer Unternehmensspende in Höhe von 100.000 Euro will wiederum Thalia jetzt „ein Zeichen für die Solidarität mit den Bürgern der Ukraine“ setzen. Wer zudem beim Buchhändler arbeitet und sich an Hilfsaktionen für die Ukraine beteiligt, wird bis zu einer Arbeitswoche von seiner Tätigkeit bezahlt freigestellt. „Wir sind tief berührt und beeindruckt von der Tapferkeit der Menschen in der Ukraine, die sich in einem verzweifelten Kampf befinden“, betont Thalia-Chef Michael Busch. „Es ist die bittere Wahrheit, dass Freiheit, Sicherheit und Demokratie in Europa keine Selbstverständlichkeit sind.“

04.03.2022: BEVH kooperiert mit Spenden-Portal

„Wir verurteilen den russischen Einmarsch und Krieg gegen die Ukraine, deren Bevölkerung und ihre souveräne, demokratische Regierung“, mahnt Christoph Wenk-Fischer, Hauptgeschäftsführer vom Bundesverband für E-Commerce und Versandhandel (BEVH). Der Versandverband kooperiert daher mit dem Online-Portal Innatura, über das Sachspenden für soziale Zwecke vermittelt werden. So will der BEVH dringend benötigte Materialien in die Einrichtungen und zu den Hilfsorganisationen in Deutschland bringen, wo Kriegsflüchtlinge versorgt werden. Der BEVH will in den kommenden Tagen auf seiner Website über konkrete Bedarfslisten und weitere Spenden-Anlaufstellen informieren.

02.03.2022: Kaufland hilft Flüchtlingen

Seit Beginn der Krise hat die Schwarz-Gruppe mit Hilfsorganisationen vor Ort zusammengearbeitet und Geld- und Sachspenden im Wert von drei Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Diese Unterstützung wird nun auf zehn Millionen Euro aufgestockt von dem Multichannel-Unternehmen, das hinter den Supermarkt-Ketten Kaufland und Lidl steht als auch den Online-Marktplatz Kaufland.de betreibt.

Mit haltbaren Lebensmitteln, Heimtextilien und Hygieneartikeln sollen Flüchtlinge in den grenznahen Gebieten zur Ukraine versorgt werden, wie die Schwarz-Gruppe bereits am vergangenen Mittwoch erklärt hatte. Der Konzern ist bestürzt über das Geschehen in der Ukraine und will gerade in einer solchen schwierigen Zeit seiner Verantwortung als großes Handelsunternehmen gerecht werden.

01.03.2022: dm und Rossmann reagieren zeitnah

Ein Statement zum Krieg in der Ukraine hat bereits vor einer Woche der deutsche Drogeriemarkt dm veröffentlicht, der in 13 Ländern in Europa aktiv ist. Zu diesen Märkten zählen Polen, die Slowakei, Ungarn und Rumänien, die ja direkt an die Ukraine grenzen. dm unterstützt daher unter anderem Hilfsorganisationen in den vier Anrainerstaaten der Ukraine, um flüchtenden Menschen zu helfen.

Schnell reagiert hat in der vergangenen Woche zudem Wettbewerber Rossmann. Demnach wurden neun LKWs mit Nahrungsmitteln und Wasser auf den Weg zur Grenze gebracht. Dazu wurde durch die Auslandsgesellschaft in Polen ein Hotel in Lodz angemietet, um Mütter und Kinder aufzunehmen.

Vergangene Woche hatte ich bereits berichtet, dass Zalando mit einer Million Euro die humanitäre Hilfe für Kriegsbetroffene unterstützt. Dazu hatte die Pro-Bono-Initiative Händler helfen Händlern die neue Online-Plattform JobaidUkraine.com an den Start gebracht. Hier können Online- und Multichannel-Händler seitdem kostenlos ihre Stellenangebote platzieren, um dadurch Flüchtlingen aus der Ukraine einen Job zu vermitteln.

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Über Stephan Randler 3152 Artikel
Stephan Randler (43) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.