Hugendubel, Medimax und Globetrotter mit neuen Store-Konzepten

Der Buchhändler Hugendubel hat vor wenigen Tagen seine Filiale am Münchner Stachus neu eröffnet, die zuvor knapp fünf Wochen umgebaut worden war. Grundlegend verändert wurde dabei, wie vor Ort das Sortiment präsentiert wird. Klassische Kategorien wie „Belletristik“ gibt es jetzt daher nicht mehr.

Hugendubel
Das neue Store-Design (Bild: Hugendubel)

Stattdessen zeigt Hugendubel vor Ort sein Sortiment zum ersten Mal in seinen Filialen in fünf neuen Kategorien wie „Abtauchen“, wo unter anderem Krimis und Fantasy-Romane präsentiert werden, die Leser in fiktive Welten entführen sollen – buntes Store-Design inklusive (siehe Foto links).

Im Themenbereich “Fenster zur Welt“ gibt es wiederum Bücher rund um Natur, Kulturen und Lebensweisen. Die „Horizonte“ zeigen dagegen Literatur für Kunden, die ihren Horizont erweitern wollen. Ob Sachbuch oder Roman spielt dabei in den neuen Kategorien zunächst einmal keine Rolle.

Denn Hugendubel hat vor dem Umbau seine Kunden befragt. Herausgekommen sei die Erkenntnis, dass Kunden nicht in Kategorien wie Belletristik oder Sachbuch denken – sondern Bedürfnisse haben wie Ablenkung oder Weiterbildung. Deshalb wurden die üblichen Warengruppen aufgelöst und neue Lesewelten geschaffen. An sich ein löbliches Unterfangen. Ob ein Buch nun aber neue „Horizonte“ eröffnet oder ein „Fenster zur Welt“ bietet, ist eine Definitionssache. Gut möglich daher, dass nicht alle Kunden mit der Struktur zurechtkommen – auch wenn der neue Store ein Hingucker geworden ist:

Um die Wahrnehmung der Kunden buhlt auch die Elektronik-Kette Medimax, die nun in ihrer Filiale in Dallgow ein neues Pilotprojekt gestartet hat. Hier zeigt das Unternehmen aus der Verbundgruppe Electronic Partner nun in der Eingangszone auf 100 Quadratmetern neue Mobilfunk-Hardware.

Medimax Mobile
Medimax Mobile (Bild: Electronic Partner)

Dieses Sortiment wird vor Ort unter dem Namen „Medimax Mobile“ in einem Store-Design präsentiert, das sich optisch von der übrigen Fläche abgrenzt und daher wie ein Shop-in-Shop-Angebot wirkt. So will man „viel Aufmerksamkeit“ bei Kunden erreichen, wenn sie den Markt betreten.

„Smartphones sind zum wichtigen Statussymbol für Verbraucher geworden“, verdeutlicht Maxim Grönwoldt, Einkaufsleiter Mobilfunk bei Medimax. „Dem werden wir jetzt auch auf der Verkaufsfläche gerecht.“ Wenn sich das Konzept daher in Dallgow etabliert, sei ein Roll-Out auf weitere Standorte denkbar.

Das gilt prinzipiell auch für ein Angebot, das der Multichannel-Händler Globetrotter nun erstmals in einer Filiale bereithält. Denn in seinem Geschäft in Dresden betreibt der Outdoor-Spezialist nun eine Werkstatt, um Kunden auf 80 Quadratmetern einen erweiterten Service zu bieten. Das übergeordnete Ziel ist dabei nach eigenen Angaben, Kunden bei einem nachhaltigen Lebensstil zu unterstützen.

So können Verbraucher in der Werktstatt gerissene Bekleidung nähen oder imprägnieren lassen. Das bietet Globetrotter zwar generell schon länger. Große Reparaturen wurden bislang aber über Partner erledigt, zu denen die Ware geschickt wurde. So gab es aber oft lange Wartezeiten. Jetzt dagegen will Globetrotter die Aufträge gleich vor Ort in der Werkstatt erledigen, um Kunden schnell zu bedienen.

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