Eilmeldung: Zalando in der DACH-Region „klar profitabel“

Der umtriebige Mode-Versender Zalando hat im ersten Halbjahr 2014 europaweit einen Netto-Umsatz von 1,05 Mrd. Euro eingefahren, wie das Unternehmen berichtet. Damit ist der Gruppenumsatz zum Vorjahreszeitraum um 29,5 Prozent gestiegen (H1/2013: 809 Mio. Euro). In der Dach-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) wurden in der Berichtsperiode 594 Mio. Euro umgesetzt, was einem Wachstum von 21,2 Prozent entspricht (H1/2013: 490 Mio. Euro).

ZalandoBildquelle: Screenshot

Warum Zalando wachsen konnte, wird in der Pressemeldung nicht verraten. Sobald mir weitere Informationen vorliegen, werde ich sie in diesem Beitrag nachtragen. Ein Grund für das Wachstum der gesamten Gruppe dürfte aber sein, dass Zalando zunehmend von seinen Investitionen ins Auslandgeschäft profitiert. So waren die Berliner im Kalenderjahr 2012 in sieben weitere europäische Länder expandiert (aktuell gibt es 15 Länder-Shops) und hatten 2013 unter anderem den Shopping-Club Zalando Lounge in Schweden, Dänemark und Finnland gestartet.

Hierzulande hat Zalando mit weiteren TV-Spots und Shopping-Apps für iPad & Co. aufhorchen lassen, was wahrscheinliche Gründe für das Wachstum in der DACH-Region sind. Zudem wurde die Zalando-App im ersten Halbjahr 2014 in allen internationalen Märkten eingeführt.

Zalando UmsätzeBildquelle: Screenshot

Neben dem Umsatz hat sich auch das Ergebnis verbessert. So ist das EBIT der gesamten Gruppe von zuvor -72 Mio. Euro auf +12 Mio. Euro gestiegen. Das entspricht einer EBIT-Marge von 1,2 Prozent auf Gruppenebene. In der DACH-Region liege dieser Wer bei 4,6 Prozent, so dass Zalando in Deutschland, Österreich und der Schweiz „klar profitabel“ sei. Als Gründe nennt Zalando, dass man die Kosten bei Wareneinsatz, Logistik und Marketing reduzieren konnte.

Update (28. August; 19:04 Uhr): Auf Nachfrage von neuhandeln argumentiert Zalando, dass man wachsen konnte, weil die Leute einfach weiterhin gerne bei Zalando kaufen und die Berliner immer mehr Bestandskunden haben. Beim Marketing müsse man daher weniger Geld ausgeben, zudem profitiere man von Skaleneffekten. So könne Zalando bei gleichen Fixkosten in der Logistik mehr Umsatz verarbeiten.

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Über Stephan Randler 2447 Artikel
Stephan Randler (40) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.