Auslandsreport: Cooblue schafft mehr Umsatz als erwartet

Der holländische Multichannel-Händler Coolblue will in diesem Jahr mindestens einen Gesamtumsatz von 350 Mio. Euro erzielen (inkl. MwSt., exkl. Retouren). Damit korrigiert das Multishop-Unternehmen seine eigene Prognose nach oben. Denn zu Jahresbeginn hatten die Holländer einen deutlich geringeren Gesamtumsatz von 300 Mio. Euro für 2014 prognostiziert.

Wenn die Holländer die prognostizierten 350 Mio. Euro Umsatz tatsächlich schaffen sollten, steht für das Geschäftsjahr 2014 erneut ein starkes Wachstum von 41 Prozent in den Büchern. Bereits im Vorjahr war der Umsatz von 168 Mio. auf 248 Mio. Euro gestiegen (+48 Prozent).

Spezial-Shop von CoolblueBildquelle: Screenshot

Die Holländer haben ihre Umsatzprognose nun nach oben korrigiert, weil das Geschäft in den ersten sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres die eigenen Erwartungen übertroffen habe. Konkret gab es von Januar bis Juli ein Umsatzplus von 55 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode. Die Holländer begründen dieses erneut starke Wachstum damit, dass man über sehr zufriedene Kunden verfüge, die wahre Fans des Unternehmens wären und immer wieder bei Coolblue kaufen würden. Darüber hinau spielen aber auch andere Faktoren eine Rolle.

So betreibt Coolblue nach eigenen Angaben derzeit über 300 Online-Shops, während es Anfang 2013 erst etwas über 200 Shopping-Angebote waren. Im vergangenen Jahr hat man das Angebot aber nicht nur erweitert, indem 98 neue Online-Shops gestartet wurden und neue Artikel wie weiße Ware oder Outdoor-Produkte erstmals ins Sortiment aufgenommen worden sind.

Die Holländer haben zusätzlich drei stationäre Ladengeschäfte in Amsterdam (NL), Utrecht (NL) und Lochristi (BE) eröffnet und betreiben nun bereits sieben Stores in Holland und in Belgien.

Interessant wäre nun natürlich, wie sich der Expansionskurs auf das Ergebnis ausgewirkt hat. Dazu machen die Holländer allerdings auch auf Nachfrage traditionell keine Angaben.

Coolblue ist darauf spezialisiert, separate Online-Shops für eigene Sortimente zu betreiben. So gibt es beispielsweise unter den rund 300 Online-Angeboten mit dem Ventilatorstore einen Shop, der ausschließlich Durchlüfter und Zubehör bietet. Alternativ bekommt man im TVstore wiederum nur Fernseher angeboten. Am Seitenkopf jedes Shops befindet sich aber eine Menüleiste mit dem Logo von Coolblue und einer Suchmaske, über die Kunden auch Produkte in anderen Shops suchen und in einen gemeinsamen Warenkorb legen können (siehe Foto).

Das Konzept erinnert ein wenig an die Storefront von Rakuten – mit dem Unterschied, dass bei Coolblue ein einziger Online-Händler hinter allen spezialisierten Online-Shops steckt.

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Über Stephan Randler 3210 Artikel
Stephan Randler (43) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.