„YourHome.de“: Neuer Otto-Shop bereits jetzt gestartet

Das ging nun doch deutlich schneller als gedacht: Ab sofort betreibt der Otto-Versand unter der Händlermarke „Your Home“ einen zusätzlichen Online-Shop, der Möbel, Accessoires und Heimtextilien im Angebot hat. Bereits seit einigen Tagen war auf der Domain YourHome.de ein Rumpfangebot mit redaktionellen Inhalten hinterlegt, kaufen konnte man bislang aber nicht.

YourHome.deDer neue Otto-Shop lockt jetzt mit Weihnachtsangeboten (Bild: Screenshot)

Dass der Online-Shop nun bereits am Start ist, verwundert ohnehin. Schließlich hatte der Otto-Versand auf Nachfrage von neuhandeln.de zuletzt keinen konkreten Starttermin in Aussicht stellen wollen. Vor einer Woche hieß es daher noch bedeutungsschwanger, dass man auf der Möbelmesse IMM Cologne im Januar mit weiteren Details aufwarten will. Deshalb lag auch die Vermutung nahe, dass Otto erst im Januar mit seinem neuen Spezial-Shop an den Start geht.

Ein Neustart mitten im Weihnachtsgeschäft ist zu diesem Zeitpunkt zudem ungewöhnlich. Zum einen hätte man den Shop eigentlich deutlicher früher starten müssen, um bereits ab Herbst von ersten Weihnachtskäufen zu profitieren. Zum anderen könnte man annehmen, dass man bei Otto mit den bestehenden Shops vor Heiligabend genug um die Ohren hat – und deshalb mit einem zusätzlichen Online-Shop erst startet, wenn das Weihnachtsgeschäft vorbei ist.

Möglicherweise hält sich der Aufwand für einen zusätzlichen Online-Shop bei Otto aber auch in Grenzen. Denn wie immer gilt: Auch im neuen Spezial-Shop vermarkten die Hamburger wieder einmal Produkte wie diesen Hochflor-Teppich, den Verbraucher prinzipiell auch direkt beim Otto-Versand bestellen können – wobei solche Dopplungen bei Otto zur Strategie gehören.

Denn der Grundgedanke ist, dass der Otto-Versand über zusätzliche Spezial-Shops solche Verbraucher als Kunden gewinnen will, die bei Otto direkt nicht kaufen oder nicht bestellen möchten. Durch den zentralen Einkauf kann Otto die einzelnen Ableger zudem mit einem Team von einer Handvoll Mitarbeiter betreiben, was die Kosten wohl überschaubar hält.

Der Erfolg gibt den Hanseaten recht: Allein in den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres hat Otto über seine Nischen-Shops einen Netto-Umsatz von rund 50 Mio. Euro generiert. Das sind zunächst zwar Peanuts im Vergleich zum Gesamtumsatz von 2,3 Mrd. Euro, die der Otto-Versand im vergangenen Geschäftsjahr 2014/2015 (Stichtag: 28. Februar) erzielen konnte.

Im Kalenderjahr 2014 kamen alle Sub-Shops aber auf einen Netto-Umsatz von 70 Mio. Euro, den der Otto-Versand in diesem Kalenderjahr deutlich übertreffen sollte – wobei man hier berücksichtigen muss, dass Otto immer wieder Shops startet und so das Wachstum schürt.

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