Spürbares Plus: Bei der Klingel-Gruppe brummt das Geschäft

Adreko

Die Klingel-Gruppe konnte das erste Quartal 2017 mit einem deutlichen Wachstum von acht Prozent abschließen, das über sämtliche Vertriebsmarken der Pforzheimer erwirtschaftet wurde. Das hat Klingel-Chef Dirk Hauke am vergangenen Freitag im Gespräch mit neuhandeln.de verraten, als die Klingel-Gruppe ihr neues Logistikzentrum in Pforzheim in Betrieb genommen hat. Demnach gibt es gleich verschiedene Gründe, warum bei dem Spezialversender für Best Ager das Geschäft brummt.

Dirk Hauke Klingel
Dirk Hauke, Vorsitzender der Geschäftsführung

Zum einen profitiert natürlich auch die Klingel-Gruppe davon, dass Verbraucher generell immer mehr online bestellen und daher auch die Umsätze im E-Commerce bei der Versendergruppe anziehen.

Zum anderen haben die Pforzheimer im vergangenen Jahr aber auch mehr in Marketing investiert und ihr Sortiment ausgebaut. So erweitert der Konzern sein Kernsortiment rund um Schuhe und Textilien zunehmend um weitere Produkt-Kategorien wie Elektronik in seinen Online-Shops, bei denen externe Anbieter die Ware über Dropshipping direkt an die Kunden liefern.

Positiv wirkt sich auf das Geschäft außerdem aus, dass die Klingel-Gruppe zusätzlich ihr Portfolio an Versender-Marken nach und nach ausbaut. So hatte der Konzern im vergangenen Jahr die beiden Spezialversender Hoeltzhaus (Bequem-Schuhe für Best Ager) und Alba Moda übernommen (Mode für Damen ab 50 Jahren), die nun ebenfalls zum Versandgeschäft der Gruppe beitragen (14 Marken).

Vom gesamten Konzernumsatz macht die Gruppe aktuell dennoch den Löwenanteil (40 Prozent) mit ihrer Kernmarke Klingel.de, die sich als Textil-Versender ebenfalls an Best Ager richtet. Über alle 14 Marken hinweg werden rund 80 Prozent vom Konzern-Geschäft über Artikel erwirtschaftet, die Klingel selbst herstellen oder produzieren lässt. Die eigenen Kollektionen verkaufen die Pforzheimer zudem über Online-Marktplätze wie Amazon in Deutschland. Rund 45 Prozent vom gesamten Umsatz macht die Gruppe im Ausland, wo die Schweiz der mit Abstand größte Auslandsmarkt für Klingel ist. Aktuell liegt der Konzern-Umsatz bei rund einer Mrd. Euro netto über alle Länder und Versendermarken.

Klingel Bagstore
Der neue „Bagstore“ (Bilder: Klingel-Gruppe)

Um sich für weiteres Wachstum zu rüsten, haben die Pforzheimer vergangene Woche ein neues Logistik-Zentrum in Betrieb genommen. So wurde neben dem bestehenden Versandlager eine neue Halle errichtet, in der Ware der Klingel-Gruppe in Taschen („Bags“) hängend gelagert wird und über ein Schienensystem transportiert wird.

Mit diesem vollautomatisierten „Bagstore“ (siehe Foto) lassen sich Bestellungen schneller abwickeln als früher, da nun die Ware in Taschen zu den Mitarbeitern fährt, die Pakete für die Kunden packen.

Früher musste dafür ein Mitarbeiter selbst durch das Lager gehen und dort die Produkte von Hand einsammeln. Durch den neuen Bagstore sind Bestellungen daher bereits nur 90 Minuten nach dem Auftragseingang schon versandfertig, nachdem früher eine Bestellung erst in vier bis fünf Stunden versandfertig war. Dadurch kann Klingel nun erstmals Ware bis zu einem Umkreis von rund 250 Kilometern vom Firmenstandort aus noch am selben Tag zustellen („Same-Day Delivery“).

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