Shopping-Club Limango: Mehr Verkäufe, mehr Marken, mehr Umsatz

Adreko

Die Otto-Tochter Limango hat im vergangenen Geschäftsjahr 2016 einen Netto-Umsatz von 152 Mio. Euro erwirtschaftet. Damit konnte der Shopping-Club für junge Familien um 18 Prozent zulegen, da Limango ein Jahr zuvor erst 129 Mio. Euro umsetzen konnte. Direkt miteinander vergleichen lassen sich beide Zahlen allerdings nicht ganz. Denn seit dem vergangenen August ist Limango erstmals auch in Frankreich aktiv, nachdem man zuvor nur in Deutschland, Holland und Polen verkauft hatte.

Sven van den Bergh
Limango-Chef Sven van den Bergh (Bildquelle: Limango GmbH)

Wie sich die Umsätze auf die einzelnen Ländermärkte verteilen und wie viel Geschäft der Shopping-Club im vergangenen Jahr in Frankreich machen konnte, verrät man zwar auch auf Nachfrage von neuhandeln.de nicht. Der Handel in Frankreich dürfte den Gesamtumsatz von Limango aber im vergangenen Jahr erst minimal gepusht haben, da die Otto-Tochter dort ja nur die letzten fünf Monate des Jahres aktiv war.

Dafür spricht jedenfalls, dass Limango in Frankreich aktuell erst auf eine halbe Mio. registrierter Mitglieder kommt, die prinzipiell bei dem Shopping-Club mit wechselnden Verkaufsangeboten einkaufen können.

Zum Vergleich: Europaweit zählt die Otto-Tochter über zehn Mio. Mitglieder, wobei diese Zahl nur bedingt aussagekräftig ist. Denn die Zahl der aktiven Kunden liegt mit rund zwei Mio. Kunden deutlich darunter, da viele Mitglieder zwar registriert sind, im vergangenen Jahr aber nicht bestellt haben.

Wachsen konnte die Otto-Tochter prinzipiell, weil man das Angebot im vergangenen Jahr auf über 4.800 Verkaufsaktionen von knapp 2.000 Marken ausbauen konnte. Zum Vergleich: Ein Jahr zuvor gab es erst knapp 4.000 Kampagnen (+66 Prozent) mit 1.500 verschiedenen Marken bei dem Shopping-Club.

Wie sich das Ergebnis entwickelt hat, behält Limango für sich. Auch bezüglich einer weiteren Expansion hält sich die Otto-Tochter bedeckt. So heißt es gegenüber neuhandeln.de, dass in diesem Jahr der Fokus auf dem Ausbau des Geschäfts in Frankreich liege. Zusätzliche Ländermärkte seien aber nicht ausgeschlossen. Denkbar wäre, dass die Otto-Tochter nach Skandinavien expandiert. Im Exklusiv-Interview mit neuhandeln.de hatte Firmenchef Sven van den Bergh jedenfalls schon angedeutet, dass die meisten nordeuropäischen Länder gute Voraussetzungen für Limango bieten.

Limango wurde 2007 gegründet und gehört seit 2009 zur Otto-Gruppe. Das Geschäftsmodell basiert darauf, dass Marken-Ware zu reduzierten Preisen angeboten wird. Um Begehrlichkeiten zu wecken, können die Verkaufskampagnen nur registrierte Mitglieder einsehen. Jede Aktion ist zudem zeitlich befristet, so dass Kunden bei einem konkreten Interesse schnell bei Produkten zuschlagen müssen.

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