myMuesli.de: „Multichannel-Strategie hat sich bewährt“

Gleich vier neue Ladengeschäfte auf einmal eröffnet die auf Mass Customization spezialisierte myMuesli GmbH in den nächsten Wochen. So gibt es in Deutschland neue Filialen in Bonn (Adresse: Sternstraße 72), Frankfurt (Europa-Allee 6) und Würzburg (Spiegelstraße 3). Zusätzlich zieht es myMuesli nach Österreich, wo ein Geschäft in Salzburg eröffnet (Getreidegasse 2).

MyMuesli Geschäft

myMuesli expandiert stark im stationären Einzelhandel (Bild: myMuesli)

Die vier neuen Ladengeschäfte sind im Schnitt zwischen 20 und 25 Qadratmetern groß, wobei die Filiale in Salzburg mit einer Fläche von nur zehn Quadratmetern der bislang kleinste Laden wird. Gemein haben alle Geschäfte, dass sie sich in zentraler (Innenstadt-)Lage befinden und in Frankfurt und Bonn zum Beispiel nur wenige Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt sind.

Bereits im vergangenen Herbst wurden eine weitere Filiale in Konstanz sowie ein Geschäft in Wien eröffnet – die erste Vertretung überhaupt im Ausland zu diesem Zeitpunkt. Mit den vier neuen Filialen kommt der Müsli-Händler schon auf insgesamt 20 Ladengeschäfte (darunter auch ein Pop-Up-Store im kürzlich neu eröffneten Stuttgarter Einkaufszentrum Milaneo).

Filialkonzept geht auf: Verbraucher wollen sich vor Ort beraten lassen

Interessant ist diese Zahl nicht zuletzt, weil myMuesli erst im Jahr 2007 gestartet war – damals übrigens als Online-Pureplayer. Die erste Filiale hatte das Passauer Unternehmen zudem erst 2009 eröffnet. Generell expandiert myMuesli offline sehr stark, weil sich nach eigenen Angaben die Multichannel-Strategie bewährt habe. So würden es Kunden schätzen, ein Müsli in einer Filiale vor dem Kauf probieren zu können. Außerdem könnten sich Kunden bei Fragen zur Ernährung oder Lebensmittelunverträglichkeiten vor Ort ausführlich beraten lassen.

Interessant ist das Multichannel-Modell nicht zuletzt, weil myMuesli eigentlich für individuelle Mischungen steht. So können sich Kunden im Online-Shop aus über 80 Zutaten ihr eigenes Müsli mixen lassen. In den Filialen werden dagegen nur vorgefertige Sorten angeboten. Der Hintergrund: Für den Händler ist der logistische Aufwand zu groß, in jeder Filiale immer alle Zutaten vorrätig zu halten. Außerdem würde das Mixen im Laden viel Platz beanspruchen.

Wenn ein Geschäft groß genug ist, gibt es aber eine Hotspot-Funktion. Dann können Kunden an einem Tablet-PC ihr Müsli online mixen und später versandkostenfrei im Laden abholen.

In einigen Städten testet myMuesli jetzt zudem einen Same-Day-Service. So können sich Kunden ihr Ladenkäufe auf Wunsch in einem bestimmten Zeitfenster nach Hause bringen lassen, um beim weiteren Einkaufsbummel keine Müsli-Tüten schleppen zu müssen.

Schon gewusst? Jeden Freitag erscheint der kostenlose Newsletter von neuhandeln.de – so erhalten Sie alle Beiträge bequem in Ihr Postfach und verpassen keine Artikel mehr – hier geht’s zum Abo.

Anzeige