Kapital für Wachstum: Otto-Gruppe platziert Millionen-Anleihe

Adreko

Der Otto-Konzern hat eine weitere Anleihe begeben, um sich frisches Kapital zu sichern. Konkret umfasst die Anleihe ein Volumen von 300 Mio. Euro, das bereits komplett von Kapitalmarkt-Investoren gezeichnet wurde. Die Laufzeit liegt bei sieben Jahren, der Kupon beträgt 1,875 Prozent. Die Erlöse will die Gruppe unter anderem nutzen, um ihre Investitions- und Wachstumsstrategie fortzusetzen.

Petra Scharner-Wolff
Petra Scharner-Wolff (Bild: Otto Group)

„Die Konditionen am Finanzmarkt haben sich noch einmal verbessert“, verdeutlicht Petra Scharner-Wolff (siehe Foto), die im Vorstand der Otto-Gruppe für Finanzen, Controlling und Personal zuständig ist.

Zuletzt hatte der Handelskonzern im Sommer 2016 eine größere Anleihe begeben. Konkret gab es damals ein Emissions-Volumen von 250 Mio. Euro bei einer siebenjährigen Laufzeit und einem Kupon von 2,5 Prozent. Bei der aktuellen Emission bekommt der Konzern also sein Kapital tatsächlich zu wesentlich attraktiveren Zinsen.

Der Otto-Konzern hat das kürzlich abgelaufene Geschäftsjahr 2016/2017 (Ende: 28. Februar) mit einem Netto-Umsatz von 12,5 Mrd. Euro abgeschlossen. Damit steht für die Handelsgruppe ein Plus von 3,4 Prozent in den Büchern. Wachsen konnte die Gruppe dabei in allen drei Konzernsäulen – also sowohl beim Handelsgeschäft als auch mit den Service- und Finanzdienstleistungen (u.a. Hermes, EOS).

In fünf Jahren soll der Netto-Umsatz des weltweit aktiven Konzerns auf stolze 17 Mrd. Euro anziehen. Dabei setzt die Otto-Gruppe auf eine neue Konzernstrategie. Einer der wesentlichen Eckpunkte ist, dass die Otto-Gruppe ihr Öko-System zunehmend für Dritte öffnen will. Aus diesem Grund soll das Sortiment bei dem Universal-Versender Otto durch Handelspartner ausgebaut werden, die bereits länger den Online-Shop Otto.de als Vertriebsplattform für ihre Ware nutzen können.

Aktuell können Kunden bei Otto.de rund 2,1 Mio. Artikel bestellen, langfristig sollen es fünf bis zehn Mio. Produkte werden. Erweitert wird das Angebot zum einen durch Artikel in Kategorien wie „Wohnen“, wo es bereits ein breites Sortiment gibt. Zum anderen sollen neue Produkte wie Güter des täglichen Bedarfs (Fast Moving Consumer Goods) auf die Plattform kommen, für die Otto bislang nicht steht.

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