Der vierte Streich: Signa Retail übernimmt auch Tennis Point

Der österreichische Handelskonzern Signa investiert munter weiter in deutsche Online-Händler. So hat sich Signa nun auch eine Mehrheitsbeteiligung von 78 Prozent an dem Spezialversender Tennis Point gesichert, der auf das Geschäft mit Sport- und Tennisbedarf spezialisiert ist. Damit erwirbt die Signa-Gruppe nun bereits den vierten deutschen Online-Händler, nachdem die Österreicher in diesem Jahr schon den Sport-Shop Outfitter.de sowie das Online-Outlet Dress-for-Less und die auf Fahrrad- und Outdoor-Produkte spezialisierte Internetstores-Gruppe (Fahrrad.de, Campz) übernommen haben.

Tennis Point Stuttgart
Tennis Point gehört jetzt Signa (Bild: Screenshot)

Mit dem neuesten Zukauf will sich die Signa-Gruppe als „klare Nr. 1 im Sportartikel-Einzelhandel in Deutschland“ platzieren. Schließlich gehört zur Gruppe neben den vier kürzlich übernommenen Online-Händlern ja auch noch der Sportartikel-Händler Karstadt Sports, der bereits im Herbst 2013 von Signa aufgekauft wurde.

Tennis Point wiederum will bei dem Deal von der Kompetenz und der Handelserfahrung in der Signa-Gruppe profitieren. Dabei soll Tennis Point weiter eigenständig am Markt agieren, das Management bleibt an Bord und hält die übrigen 22 Prozent an dem Spezialversender.

Aktuell betreibt Tennis-Point zum einen 19 Online-Shops in zehn verschiedenen Sprachen. Zum anderen gehören zum Spezialversender bereits zwölf Filialen, wobei gerade erst ein Ladengeschäft in Stuttgart eröffnet wurde und ein weiterer Store in Hannover geplant ist. Unter Jogging-Point.de betreibt der Spezialversender zudem einen weiteren Shop, der sich an die Zielgruppe der Laufsportler richtet.

Die Übernahme von Tennis Point durch Signa muss noch die Kartellbehörde absegnen. Danach plant die Signa-Gruppe, ihr Multi-Channel-Geschäft künftig durch weitere Akquisitionen auszubauen.

Das Geschäft von Karstadt Sports, Outfitter.de, Internetstores und Tennis Point bündelt die Signa-Gruppe in ihrer „Signa International Sports Group“. Diese gehört wiederum zur Konzernsparte Signa Retail. Zusätzlich ist der Handelskonzern im Immobiliengeschäft aktiv (Sparte: Signa Real Estate).

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