Shopping-Clubs: So rechnet sich Design-Händler Monoqi profitabel

Adreko

Der Shopping-Club Monoqi hat das vergangene Geschäftsjahr 2016 mit einem Netto-Umsatz von 23,2 Mio. Euro abgeschlossen. Zum Vorjahr gibt es damit ein Wachstum von rund 35 Prozent (2015: 17,2 Mio. Euro). Als Hauptgrund für diese Entwicklung nennen die Berliner gegenüber neuhandeln.de, dass im vergangenen Jahr das Angebot ausgebaut wurde. So hat sich zum einen die Zahl der „Flash Sales“ erhöht, bei denen preisreduzierte Produkte für kurze Zeit angeboten werden oder solange der Vorrat reicht. Zusätzlich wurde das Sortiment an Artikeln ausgebaut, die dauerhaft verfügbar sind.

Manfred Ritter
Manfred Ritter (Bild: Monoqi)

Verbessert hat sich auch das Ergebnis, wo Monoqi das „Erreichen des Break-Even“ feiert. Diese Rechnung hat allerdings einen Schönheitsfehler. Denn profitabel war Monoqi im vergangenen Jahr nur, wenn man die Marketing-Kosten aus der Gewinn- und Verlustrechnung heraus nimmt.

Wie es unterm Strich nach Abzug aller Kosten aussieht, verraten die Berliner dagegen nicht. So heißt es auch auf Nachfrage nur, dass man sich 2016 „rasant der Profitabilitätsmarke“ genähert habe. Im Vorjahr hatte es einen Jahresfehlbetrag von -8,8 Mio. Euro gegeben.

Damals hatte der Shopping-Club für weiteres Wachstum unter anderem in Personal und Marketing investiert. Geld ausgegeben wurde zudem für IT, Prozesse und Service, um die Kundenzufriedenheit zu steigern. Auch 2015 hatte man das Sortiment im Shopping-Club ausgebaut. Während 2015 aber erst rund 400.000 Produkte verkauft wurden, waren es 2016 bereits mehr als 500.000 Design-Artikel.

Aktuell verkauft Monoqi an Kunden in Deutschland sowie an Verbraucher in Großbritannien, in der Schweiz, Österreich, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden. Im Ausland wurden im vergangenen Jahr rund 42 Prozent vom Umsatz erwirtschaftet. Im laufenden Geschäftsjahr will der Shopping-Club weiter international expandieren. Auf die „nächste Wachstumsstufe“ wollen die Berliner dabei mit dem neuen Geschäftsführer Manfred Ritter (siehe Foto), der Monoqi seit dem vergangenen Herbst verstärkt und zuvor bereits als Marketing-Leiter bei Multichannel-Händler SportScheck tätig war.

Hinter Monoqi steht die Things I Like GmbH, die erst vor einer halben Dekade im Jahr 2011 gegründet wurde. Angeboten werden im Shopping-Club vor allem Möbel und Accessoires. Der Fokus liegt dabei auf weniger bekannten Designern. Vor einem „Flash Sale“ reserviert Monoqi bei den Designern eine bestimmte Menge von Produkten zu festgelegten Einkaufskonditionen. Die bindende Bestellung erfolgt erst nach Ende der Aktion und nachdem Kunden bereits bei Monoqi bestellt haben.

So umgeht Monoqi das Risiko, zuviele Produkte auf Lager zu halten. Anders sieht es bei den dauerhaft verfügbaren Bestsellern aus. Diese hat in der Regel ein Partner auf Lager, um kurze Lieferzeiten zu bieten. Oft gibt es dann Kommissionsvereinbarungen mit den Designern: Die Ware liegt dann zwar beim Logistik-Dienstleister, wird aber erst von Monoqi eingekauft, nachdem sie ausgeliefert wurde.

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1 Kommentar zu Shopping-Clubs: So rechnet sich Design-Händler Monoqi profitabel

  1. Ich bin Mitglied in allen Clubs, aber ich habe noch nie was Monoqi bestellt oder gefunden. Im Frankreich gibt es heute über 50 private Shopping-Clubs, die alle möglichen Waren anbieten. In Deutschland teilen ca. 14 Clubs den Markt unter sich auf.

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