Pixmania: Umsatz sinkt auf 213 Mio. Euro, Verkauf möglich

Der auf das Geschäft mit Unterhaltungselektronik und Spielwaren spezialisierte Online-Händler Pixmania hat im vergangenen Geschäftsjahr 2014 einen Netto-Umsatz von europaweit 213,2 Mio. Euro erzielen können. Das geht aus dem aktuellen Geschäftsbericht für diese Periode des Eigentümers Mutares hervor, der den Versender zum 01. Januar 2014 übernommen hatte.

Pixmania Online-ShopPixmania macht ein starker Wettbewerb zu schaffen (Bild: Screenshot)

Zum Vergleich: Im Kalenderjahr zuvor hatte Pixmania noch einen Netto-Umsatz von nahezu 300 Mio. Euro erzielen können. Dass der Umsatz im Jahr 2014 geringer ausfällt, war aber abzusehen. So hatte der Eigentümer Mutares gegenüber neuhandeln.de im vergangenen Herbst bereits erklärt, dass sich Pixmania von Randsortimenten wie Gartenmöbeln trennt und man den Sortimentsschwerpunkt wieder auf Elektronik und Spielwaren legen möchte.

Trotz dieser Restrukturierung hatte man vor einem halben Jahr aber noch mit Umsätzen von etwa 250 Mio. Euro für das gesamte Kalenderjahr gerechnet. Gegenüber neuhandeln.de argumentiert der Eigentümer Mutares nun, dass gerade in Pixmanias Heimatland Frankreich eine schlechte Konsumstimmung und ein starker Wettbewerb das Geschäft erschwerten.

Das klingt plausibel. Denn im vergangenen Jahr hatte auch Wettbewerber Rue Du Commerce, beim Umsatz einen Rückgang verbuchen müssen – wobei dieser noch mild ausgefallen war.

Verkauf möglich: Pixmania prüft “sämtliche strategische Optionen”

Das EBITDA im vergangenen Geschäftsjahr betrug positive 8,6 Mio. Euro. Das Ergebnis inklusive Einmaleffekten für die Restrukturierung war aber mit -10 Mio. Euro negativ.

Zum Vorjahr hat sich dieser Wert zwar deutlich verbessert, da im Jahr 2013 das Ergebnis mit Einmaleffekten noch -30 Mio. Euro betragen hatte. Nach dem Geschäftsbericht ist Pixmania aber 2015 auf den Turnaround im operativen Geschäft sowie die Erschließung von neuen Finanzierungsquellen angewiesen, um in der Hochsaison das geplante Wachstum zu stemmen.

Laut dem Geschäftsbericht konnte Pixmania im Geschäftsjahr 2014 zwar seine Personal- und Gemeinkosten signifikant senken und auch der Einkauf wurde deutlich verbessert. Durch den Wegfall von Warenkreditversicherungen sei die Gesellschaft bei einigen Lieferanten aber zu Vorkasse-Zahlung gezwungen. Dies habe einen deutlich negativen Liquiditätseffekt. Der harte Wettbewerb im Elektronik-Geschäft setze zudem die Bruttomargen weiter unter Druck.

Mutares prüft daher nach eigenen Angaben “sämtliche strategische Optionen“. Möglich wären also beispielsweise Zukäufe oder Kooperationen, um von besseren Einkaufskonditionen zu profitieren oder beim Wettbewerb zu wildern. Möglich ist aber auch ein Verkauf der Gruppe.

Das fränzosische E-Commerce-Unternehmen Pixmania ist in 14 europäischen Ländern aktiv, unter anderem auch in Deutschland. Pixmania beschäftigt 500 Mitarbeiter an zwei Standorten in Frankreich und einem Standort in Tschechien. Die Gruppe betreibt neben dem Kernangebot Pixmania (über das auch externe Handelspartner verkaufen können) das B2B-Portal Pixmania Pro sowie den Live-Shopping-Dienst Oferton. Bis vor zwei Jahren gab es auch einige Filialen, die aber allesamt geschlossen wurden. Gegründet wurde Pixmania bereits im Jahr 2000, in seinen besten Zeiten kam der Elektronik-Versender auf einen Jahresumsatz von 800 Mio. Euro.

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