Der nächste Neustart: Amazon kommt auch nach Frankenthal

Heinrich Dehn

Erst in der vergangenen Woche wurde bekannt, dass Amazon zusätzlich zu seinen bereits bestehenden neun Logistikzentren ein weiteres Versandlager in Dortmund eröffnen will. Doch bei nur einem neuen Standort soll es nicht bleiben. Denn der Versandriese plant bereits die nächste Neueröffnung in der Bundesrepublik – diesmal in der Stadt Frankenthal, die zwischen Worms und Ludwigshafen liegt.

Amazon Logistikzentrum
Amazon expandiert erneut (Bild: Amazon)

In Betrieb nehmen wird Amazon dann sein bereits elftes Versandzentrum in Deutschland voraussichtlich Ende 2017. Vor Ort sollen zum Start rund 1.000 Arbeitsplätze entstehen, das Logistikzentrum selbst soll auf eine Fläche von rund 50.000 Quadratmetern kommen.

Mit dem weiteren Standort reagiert Amazon nach eigenen Angaben zum einen auf eine wachsende Nachfrage von Kunden, die bei Amazon künftig eine größere Produktauswahl bekommen sollen. Zum anderen investiert der Versandriese rund 80 Mio. Euro in ein elftes Versandlager in Deutschland, um mehr Händlern den Service „Fulfillment by Amazon“ anbieten zu können.

Demnach gebe es „eine steigende Zahl von Händlern“, die über den Online-Marktplatz von Amazon verkaufen und dabei die Infrastruktur der US-Amerikaner für Lagerhaltung und Versand nutzen.

Eine Überraschung ist diese Begründung nicht. Denn bereits vergangene Woche hatte Amazon ähnlich argumentiert, als die Pläne für das zusätzliche Logistikzentrum in Dortmund publik wurden.

Top-10-Onlineshops 2015
Amazon.de ist erneut der mit Abstand größte Online-Shop (Grafik: EHI/Statista)

Dass bei Amazon das Geschäft brummt, ist keine Überraschung. Zahlen zum Versandumsatz in Deutschland publiziert Amazon selbst zwar nicht. Nach einer Studie des EHI Retail Institute konnte Amazon aber 2015 einen Netto-Umsatz von 7,8 Mrd. Euro mit eigenen Verkäufen einfahren (ohne Marktplatz-Verkäufe). Damit erhöhte Amazon.de seinen Umsatz gleich um 18 Prozent – während die 100 größten deutschen Shops zusammen nur um 13 Prozent auf 24,4 Mrd. Euro zulegten.

Der Amazon-Boom in Deutschland dürfte nicht zuletzt auf dem Treue-Programm „Prime“ basieren, bei dem Amazon.de seinen Kunden für eine Pauschale von 49 Euro im Jahr unter anderem eine Flatrate für die Versandkosten bietet und zusätzlich Content wie Musik- und Videostreamings im Angebot hat.

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