Click & Collect 2.0: Warum auch Amazon zur U-Bahn liefert

In Großbritannien investieren derzeit zunehmend mehr Versender in neue Multichannel-Services („Click & Collect 2.0: Online-Händler zünden nächste Stufe“). Passend dazu bietet ab sofort auch Amazon an, dass Kunden ihre Bestellungen an ersten U-Bahn-Stationen abholen können:

Amazon LockerBildquelle: Transport for London Press Images

„Shopping with Amazon became even more convenient for thousands of London Underground customers as Transport for London (TfL) and Amazon announced a partnership to install Amazon Lockers at London Underground station car parks. Amazon Lockers will be located at two Tube station car parks – Finchley Central and Newbury Park – and customers will be able to have orders delivered to the Lockers from Monday 30 June.“

Die hauseigenen Schließfächer („Amazon Lockers„) – also quasi das Pendant zur Packstation von DHL – sind an sich keine neue Erfindung und werden schon seit einigen Jahren in Großbritannien angeboten. Die Zahl der Lieferungen an die hauseigenen Schließfächer hat sich im vergangenen Jahr mehr als verdoppelt, da laut Amazon immer mehr Kunden ihre Bestellungen selbst abholen möchten. Wer eine Lieferung selbst einsammeln will, kann diese Variante beim Checkout im Online-Shop als Zustelloption auswählen. Aktuell gibt es rund 300 Amazon Lockers in UK – unter anderem in Büchereien, Supermärkten, Universitäten oder Einkaufszentren.

In Großbritannien können Verbraucher seit kurzem bereits Lebensmittel online bei Tesco oder  Asda bestellen und im Anschluss an ausgewählten U-Bahn-Stationen abholen. Nach Angaben der Verkehrsorganisation „Transport for London“ kommt dieser Service bei den Kunden an:

„We’re delighted to have Amazon on board as they bring their Amazon Lockers service to our customers. Our click and collect partnerships have been extremely successful and we look forward to bringing more of the services our customers want to our network.”

Kein Wunder also, dass Amazon nun ebenfalls den öffentlichen Nahverkehr entert. Kunden von Amazon können sich die Ware sogar umsonst an ein Schließfach schicken lassen, wenn sie Prime-Mitglied sind. Bei Online-Supermärkten dagegen zahlen Kunden für die Lieferung an eine U-Bahn-Station bisweilen eine Service-Gebühr – schließlich muss ein Lieferwagen extra ausrücken und in einem bestimmten Zeitfenster die (gekühlte) Ware vor Ort bevorraten.

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