„Basics für den Haushalt“: Warum Zooplus auch Lebensmittel verkauft

Die Zooplus AG beschreitet neue Wege bei der Sortimentspolitik. So können Verbraucher nun bei dem Spezialversender für Tierbedarf auch ausgewählte Lebensmittel bestellen, die unter dem Motto „Basics für den Haushalt“ beworben werden. Im Angebot sind sowohl Drogerie- und Babyartikel als auch Lebensmittel wie Fertiggerichte, Süßwaren und Getränke. Diese Trockenwaren sollen Kunden „günstig mitbestellen“, wenn sie ohnehin online bereits Tierbedarf ordern. Das Zusatzangebot gibt es aber nur im Online-Shop der Zweitmarke Bitiba, die als Discounter für Tierbedarf positioniert ist.

Zooplus Lebensmittel
Zooplus verkauft nun auch Lebensmittel für Menschen (Bild: Screenshot)

Auf seinem „Capital Markets Day“ hat Zooplus in London nun kürzlich weitere Details zu der neuen Sortimentspolitik verraten. Demnach handelt es sich um einen Test, der im ersten Halbjahr 2016 in Deutschland auf Bitiba.de gestartet wurde. Im Angebot sind dort aktuell rund 600 Artikeleinheiten.

Gestartet wurde der Test, weil zum einen Kunden sich entsprechende Angebote gewünscht haben. Zum anderen kann Zooplus nun die Basis für „das nächste Ding“ schaffen, da der Markt genug Platz für Zooplus lassen sollte. Prinzipiell kann man Kunden durch das zusätzliche Sortiment auch mehr Produkte verkaufen, was wiederum für Kunden interessant ist, die ohnehin schon ein Paket von Zooplus bekommen. Die Marke „Zooplus“ soll aber weiter für Tierbedarf stehen, hier ist keine Integration der neuen Kategorien geplant. Wie das Angebot bislang ankommt, beziffert man nicht. So sei es nach eigenen Angaben momentan noch zu früh, dem Markt erste Kennzahlen zu nennen.

Frische Zahlen gibt es dagegen für das vergangene Geschäftsjahr. Demnach konnte Zooplus einen Umsatzerlös von 909 Mio. Euro erzielen. Insgesamt konnte Zooplus nun seine Umsatzerlöse um 28 Prozent steigern, nachdem der Tier-Spezialist bereits ein Jahr zuvor um 31 Prozent auf 711 Mio. Euro Netto-Umsatz zulegen konnte. Zum einen konnte der Konzern davon profitieren, dass Bestandskunden immer wieder Futter für ihre Tiere bei Zooplus einkaufen. Zum anderen konnte der Spezialversender im vergangenen Jahr insgesamt 2,3 Mio. neue Kunden gewínnen, weil erneut in Online-Werbung wie Suchmaschinen-Marketing investiert wurde. Generell profitiert Zooplus zudem davon, dass immer mehr Verbraucher ihren Tierbedarf online statt vor Ort einkaufen.

Neben dem Umsatz hat sich auch das Ergebnis verbessert. Zunächst verschlechterte sich zwar die Rohmarge von 27,1 Prozent in 2015 auf 25,0 Prozent in 2016. Ein Grund war, dass mehr margenschwaches Futter statt margenstarker Accessoires wie Hundeleinen verkauft wurde.

Der Anstieg des Materialaufwands im Verhältnis zu den Umsatzerlösen konnte aber durch operative Fortschritte in nahezu allen Kostenpositionen und höhere Werbekosten-Erlöse (sonstige betriebliche Erträge) mehr als ausgeglichen werden. Dadurch ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von 17,9 Mio. Euro, das damit 5,2 Mio. Euro über dem Wert aus dem Vorjahr liegt (12,7 Mio. Euro) .

Zooplus betreibt aktuell in 25 Ländern eigene Online-Auftritte in den jeweiligen Landessprachen. Mit der Marke „bitiba“ bietet der Konzern ein Discount-Konzept mit reduziertem Angebot in 14 Ländern.

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