Worauf stationäre Händler bei ihren Sortimenten achten sollten

gaxsys_neuhandeln_BeitragIn Zeiten von E-Commerce, Multichannel-Handel, Digitalisierung und verwaisten Innenstädten müssen stationäre Händler behutsam darauf achten, wie sie ihr Sortiment zusammenstellen. Denn heute ist es für lokale Ladengeschäfte wahrscheinlich wichtiger denn je, welche Marken denn noch von ihren kostbaren Verkaufsflächen profitieren sollen. Zu diesem Fazit kommt im Gastbeitrag der Multichannel-Spezialist gaxsys, der neuhandeln.de als Sponsor unterstützt.

Laden Regal
Ladenfläche ist ein kostbares Gut (Bild: Pixabay.com)

Was das Sortiment betrifft sind die beiden Sportartikel-Hersteller Adidas und Puma ja durchaus ähnlich aufgestellt. Beim (Online-)Vertrieb dagegen gibt es durchaus Unterschiede. So kann man etwa online bei der Textilwirtschaft gerade lesen, dass bei Adidas im Vertrieb „vor allem die eigenen Kanäle“ profitieren – darunter auch das hauseigene E-Commerce-Geschäft.

Puma setzt laut einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters dagegen „nicht massiv auf den Internet-Handel“. Demnach wolle Puma den Online-Absatz „nicht maximieren“, da statt dem eigenen E-Commerce-Geschäft zuerst die Partner im Einzelhandel für den Sportartikler kommen würden.

Nun kann man zunächst die positive Entwicklung von Adidas im E-Commerce rühmen – und zeitgleich die Nase rümpfen wegen des geringen E-Commerce-Anteils bei Puma. Frei nach dem Motto: „Die einen sind fortschrittlich, die anderen altbacken oder unfähig“. Doch zielführender ist doch eigentlich, nun als stationärer Händler eigene Überlegungen anzustellen und entsprechende Schlüsse daraus zu ziehen.

Jenseits nüchtern finanzieller Gründe, wie den Konditionen, die eine Marke dem jeweiligen stationären Händler anbietet und dem Umsatzanteil der Marke bei den Kunden, lohnt es sich doch nämlich darüber nachzudenken, was die Verkaufsfläche im Laden denn eigentlich ist. Mietkosten, also Ausgaben, wäre in diesem Fall wohl die klassische Antwort. Man kann aber auch einen anderen Blickwinkel vertreten.

Der US-amerikanische Handelsexperte Doug Stephens zum Beispiel vertritt jetzt diese Auffassung: Der stationäre Laden als solcher und mit ihm jede Verkaufsfläche darin, die einer Marke zugestanden und zugeordnet wird, sind Akquisekosten – also Ausgaben und Aufwendungen, um mehr Kunden von einer Marke zu überzeugen und sie zu treuen Käufern zu machen. Denn stationäre Läden sind letztlich ideale Akquisestationen für Marken. Und will man dann als stationärer Händler der Steigbügelhalter sein für solche Marken, die lokale Händler immer mehr vernachlässigen und ihren Profit in die eigenen Kanäle reinvestieren? Oder will man lieber mit Marken kooperieren, die auf den stationären Handel setzen?

Es sei angemerkt, dass unser gax-System beide Strategien – also im konkreten Fall sowohl Adidas als auch Puma – unterstützen würde. Dementsprechend sind wir der Überzeugung, dass es nicht nötig ist die stationären Händler zu kannibalisieren, die jahrzehntelang zum Erfolg der Marke beigetragen haben. Doch genauso wenig ist es nötig, die eigenen E-Commerce-Ambitionen zu vernachlässigen, gerade wenn man dabei auch die stationären Partner beteiligen und so mit ins Boot holen kann.

Doch so lange jeder sein Ding macht, bleibt auch stationären Händlern nichts übrig, als auf sich selbst zu achten und sich gut zu überlegen, welchen Marken man denn seine kostbaren Akquiseflächen zur Verfügung stellt. Nach dem Motto: Liebe Händler gebt fein acht, was ihr mit den Marken macht.

Boris Krstin
Boris Krstin (Bild: gaxsys GmbH)

Über den Autor: Boris Krstin ist „Head of Content“ bei der gaxsys GmbH. Durch gaxsys übernehmen stationäre Händler Aufträge, die bei Online-Shops bestellt und bereits bezahlt wurden. Den bei gaxsys registrierten Händlern werden Bestellungen angeboten, die sie bequem aus ihrem Bestand erfüllen können – zusätzliche Abverkäufe mit geringstem Aufwand und garantierter Rentabilität. Rund 200 Marken und Tausende von Bestellungen täglich werden von Herstellern, den Marken selbst oder von Plattformen wie Zalando in den gax-Kanal eingespeist. So bietet gaxsys die ideale Lösung, bei der alle beteiligten Akteure profitieren und ihren Umsatz steigern.

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