Nach Schuhe24.de: Benner-Gruppe startet Online-Marktplatz für Taschen-Freunde

„Sicher dir dein Lieblingsstück für die goldene Jahreszeit“: Mit diesen Worten umgarnt der neue Online-Marktplatz Taschen24.de jetzt seine Kundschaft in einem ersten Newsletter-Mailing, das heute morgen an potenzielle Interessenten versandt wurde. Diese erhalten zehn Prozent Rabatt beim ersten Kauf auf dem brandneuen Online-Marktplatz, der Kunden mit diesem „Special zur Shop-Eröffnung“ ködern will.

Dominik Benner
Sascha Coldewey (links), Dominik Benner (rechts)

Hinter der neuen Online-Plattform stecken altbekannte Köpfe. So betreibt den Marktplatz die Benner-Gruppe aus Wiesbaden, die im Internet unter anderem bereits seit 2013 den Online-Marktplatz Schuhe24.de betreibt.

Angelehnt an dieses E-Commerce-Konzept ist aber nicht nur der Name vom neuen Marktplatz, der nun ebenfalls den Zusatz „24“ im Titel trägt. Denn beim Taschen-Geschäft setzt die Benner-Gruppe im Hintergrund jetzt erneut auf stationäre Händler, die ab sofort ihre lokalen Bestände über den neuen Online-Marktplatz verkaufen sollen – wie es bei Schuhe24.de der Fall ist.

Hier können lokale Händler ihre Waren online verkaufen, ohne selbst einen Online-Shop betreiben zu müssen. Denn die Benner-Gruppe kümmert sich als Marktplatz-Betreiber darum, das Sortiment online zu vermarkten. Über eine Schnittstelle wird auf die Filialbestände der Händler zugegriffen. Sobald eine Bestellung eingeht, erhält der Händler den Auftrag, der den Schuh in der entsprechenden Größe am meisten vorrätig hat. Anschließend verschickt der stationäre Händler den Artikel an den Kunden.

Dieser bekommt aber ein Paket und eine Rechnung der Marke „Schuhe24.de“. Denn der lokale Händler wird nicht gegenüber dem Kunden genannt, weil Schuhe24.de zentral die Preise für die Ware bestimmt – und diese dadurch vom Preis in einem Geschäft abweichen können. Bei jedem Verkauf bekommt die Benner-Gruppe eine Provision vom Partner. Mit diesem Multichannel-Konzept wurde im Geschäftsjahr 2018 ein Außenumsatz von 55 Mio. Euro netto erzielt, wodurch sich das Handelsvolumen zum Vorjahr mehr als verdoppelt hat. Erreicht wurde das, weil zum einen im Fernsehen für das Portal geworben wurde. Zum anderen hat sich die Zahl der beteiligten Händler von 800 auf über 1.000 Partner erhöht.

Über Taschen24.de sollen in den nächsten Monaten die ersten 100 stationären Geschäfte verkaufen. Gestartet wurde das Portal unter anderem, weil erst wenige lokale Unternehmen aus dieser Branche online verkaufen. Los geht es zunächst in Deutschland, im nächsten Jahr ist der Rollout in weiteren Ländern wie Frankreich und Italien geplant. Neben Firmenboss Dominik Benner betreut das Geschäft auch noch E-Commerce-Chef Sascha Coldewey (siehe Foto oben), der einmal den Mode-Versender „Kolibrishop“ gegründet hatte, der daraufhin wiederum von Dress-for-less übernommen wurde.

Auch bei Taschen24.de wird der lokale Händler auf dem Marktplatz nicht genannt. Bei jedem Verkauf zahlen Partner eine Provision. Neben dem Taschen-Portal und der Schuh-Plattform betreibt die Gruppe die Portale Sportmarken24.de und Outfits24.de. Über alle Portale sollen bis Ende 2020 rund 1.700 Geschäfte verkaufen. Details zum Geschäft hat Firmenchef Benner erst kürzlich im Podcast verraten.

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Über Stephan Randler 2286 Artikel
Stephan Randler (40) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr

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