„Mobile First Index“: Wie Händler künftig Online-Shops für Google optimieren

Fast 80 Prozent aller Suchanfragen im Netz laufen über Google. Und so kann der US-Konzern quasi allein die Spielregeln im SEO-Geschäft festlegen. Deshalb wird nun die Geschwindigkeit des mobilen Online-Shops zu einem wichtigen Ranking-Faktor. Spätestens jetzt heißt es daher auch für deutsche Online-Shops endgültig: Mobile First! Was der neue „Mobile First Index“ von Google für Online-Händler bedeutet, weiß Geschäftsführer Christian Grötsch von der dotSource GmbH.

Google Mobile First Index
Langsame Mobile-Shops vergraulen die Nutzer – und daher auch Google.

Mobile Devices haben unsere Welt verändert. In Deutschland besitzen aktuell schon mehr als 80 Prozent der Bevölkerung über 14 Jahren ein Smartphone. Dadurch ändert sich auch die Art und Weise, wie wir Suchmaschinen nutzen.

Mindestens 60 Prozent der Suchanfragen bei Google kommen daher heute schon über Mobilgeräte zusammen. Deshalb setzt der US-Konzern auf eine Mobile-First-Strategie und den Mobile-First-Index.

Nach einer langen Testphase ging im März 2018 der Mobile-First-Index live. Seit Juli ist Geschwindigkeit ein Rankingfaktor in Bezug auf die mobile Version.

Wer daher auf der Höhe der Zeit sein will, muss seinen Shop für die mobile Nutzung optimieren: Denn der Google-Bot, der die Seite rendert, ruft sie sich nun so auf, als sei er ein Mobile Device.

Um seine Seite für den Mobile-First-Index „ready“ zu machen, benötigt man einen responsiven und für mobile Geräte optimierten Auftritt. Das Design muss eine einfache Nutzung auf mobilen Endgeräten beherrschen. Google selbst stellt einen Test zur Optimierung für Mobilgeräte zur Verfügung: Damit lässt sich überprüfen, ob eine Seite mobil-tauglich ist. Doch eine Mobil-Optimierung allein reicht nicht.

SEO-Tipps: Worauf Händler konkret achten sollten

Google testet nun auch, wie schnell die Seiten sind: Google wertet schnelle mobile Seiten gut, langsame mobile Seiten schlecht. Nachvollziehbar. Denn langsame Mobile-Shops nerven die Nutzer, also gibt es auch schlechte Noten von Google. Dabei entscheiden Bruchteile von Sekunden. Miese Mobile-Shops werden von Google mit einem schlechten Ranking abgestraft. Was sind daher konkret die wichtigsten Kniffs, um Online-Shops für Googles Mobile-First-Zeitalter fit zu machen?

Da wäre zum einen die Verwendung von Interstitials. Von dieser Art „Werbeunterbrechung“ ist für mobil optimierte Seiten ebenso abzuraten wie von Full-Screen-Overlays. Um etwas im Shop zu bewerben, sollten Sie besser schmale Banner nutzen. Achten Sie zudem auf die Buttons in Ihrem Mobile-Shop. Bei mobil optimierten Seiten gilt zu beachten, dass sie einerseits groß genug sind, damit Nutzer sie bequem klicken können. Andererseits muss der Abstand um sie herum groß genug sein, damit sie auf mobilen Endgeräten gut angezeigt werden – und so auch von Google ordentlich gerendert werden können.

Auch zum Thema Bilder gäbe es jede Menge zu sagen, denn Seiten, die auf mobilen Endgeräten langsam sind, kranken oft nicht nur an lahmen Servern, sondern schlicht an zu groß eingefügten Bildern: Entwickler müssen also fortan unbedingt darauf achten, dass das Dateiformat nicht zu groß ist bzw. automatisch skaliert wird, sobald der Shop über ein mobiles Endgerät aufgerufen wird. Riesige Bilder verzögern Ladezeiten, zu kleine Bilder werden vielleicht verpixelt angezeigt. Neugierig geworden? Weitere Tipps zur Mobile-Optimierung liefert unser kostenloses Whitepaper.

Christian Grötsch
Christian Grötsch (Bild: dotSource GmbH)

Über den Autor: Christian Otto Grötsch (siehe Foto) ist Geschäftsführer der dotSource GmbH. Zusammen mit Christian Malik gründete er 2006 die Full-Service-Digitalagentur in Jena. Seither berät er Unternehmen aus dem Mittelstand und international operierende Konzerne zu Strategien und Technologien im E-Commerce. Von nutzerorientierten Digital-Plattformen über ein durchdachtes Kundenbeziehungs- und Produktdaten-Management bis hin zu gezielten Online-Marketing-Maßnahmen – dotSource hat ein Leistungsspektrum aller Aspekte der Digitalisierung von Marketing, Vertrieb und Services.

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