Logistik-Chef Vedie geht: Windeln.de verkleinert Vorstand

Konzernvorstand Jürgen Vedie verlässt die deutsche Windeln.de-Gruppe. Das hat der auf Babybedarf spezialisierte Handelskonzern mit Firmensitz in München soeben mitgeteilt. Demnach verabschiedet sich der 48-Jährige zum 30. September 2018. Einen direkten Nachfolger für Vedie gibt es aber nicht.

Jürgen Vedie
Jürgen Vedie (Bild: Windeln.de SE)

Vielmehr werden die Aufgaben von Vedie (siehe Foto links) im Vorstand nach seinem Abschied unter den beiden übrigen Vorständen Matthias Peuckert (Vorstandsvorsitzender) und Nikolaus Weinberger (Finanzen) aufgeteilt.

Der Hintergrund: Der Aufsichtsrat von Windeln.de und Vedie haben sich nach Angaben des Handelskonzerns nun im besten gegenseitigen Einvernehmen darauf geeinigt, den bis zum 30. Juni 2019 laufenden Vertrag von Vedie nicht zu verlängern und vorzeitig zu beenden. Vor diesem Hintergrund wird der 48-Jährige den Spezialversender bereits zum 30. September 2018 verlassen.

Vedie war im Sommer 2016 zur Windeln.de-Gruppe gewechselt, bei der er seitdem als Chief Operating Officer (COO) für Supply Chain Management sowie Logistik, operativen Einkauf und Customer Service verantwortlich war. Vor seinem Wechsel zu Windeln.de war Vedie – auch schon als COO – für den auf Tierbedarf spezialisierten Online-Pureplayer Zooplus tätig. Davor wiederum hatte der 48-Jährige bereits zehn Jahre für die WMF-Gruppe gearbeitet, die Haushaltswaren wie Messer und Töpfe produziert.

Windeln.de hat gerade erst die verlustbringende Osteuropa-Tochter Feedo veräußert. Um Kosten zu sparen, wurde 2018 bereits der italienische Online-Shop von Windeln.de geschlossen und die Marke „Nakiki“ in Deutschland beerdigt, wo die Belegschaft in allen Vertriebs- und Verwaltungsbereichen reduziert wurde. Denn der Konzern will Anfang 2019 den Break-Even erreichen. Zum Vergleich: 2017 gab es zwar einen Netto-Umsatz von 211,9 Mio. Euro, aber ein bereinigtes EBIT von -24,9 Mio. Euro.

Die deutsche Windeln.de-Gruppe verkauft aktuell noch über ihre Marke Windeln.de in der DACH-Region und China. Dazu ist der Konzern mit Bebitus in Frankreich, Spanien und Portugal aktiv.

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