Im Überblick: Die größten Anbieter für Cloud Computing

Auch im deutschen Online- und Multichannel-Handel gewinnt Cloud Computing derzeit immer mehr an Bedeutung. Aber wohin geht diese Entwicklung und worauf sollten Händler, Hersteller und Marken achten, wenn es um die richtige Cloud-Strategie geht? Einen kompakten Überblick liefert Versendern die Digital-Agentur dotSource, die neuhandeln.de als Sponsor unterstützt.

Cloud ERP-Software
In der IT gewinnt Cloud Computing an Relevanz

Wenn man von Cloud Computing spricht, ist sowohl von Private Clouds als auch von Public Clouds die Rede. Private Clouds sind Server-Umgebungen, in denen der Nutzer seine eigene, private Cloud betreiben kann.

Hier nutzt nur ein Kunde die Infrastruktur. Private Clouds richten sich an Unternehmen, die vor allem aus Sicherheits- und Datenschutz-Gründen lieber eine geschlossene Hosting-Umgebung wählen möchten. Dabei gibt es aber einige Begrenzungen. Beispielsweise ist die Skalierbarkeit der Hosting-Angebote beschränkt.

Public-Cloud-Anbieter wie beispielsweise AWS, Microsoft Azure oder Google Cloud stellen dagegen Ressourcen für jedermann zur Verfügung und bieten darüber hinaus noch die Vorteile eines einfachen und kostengünstigen Setups, sowie beliebige Skalierbarkeit. Hybrid-Clouds wiederum erlauben es, Daten und Anwendungen von lokalem Speicher in die Public Cloud zu verschieben. So können Shops unabhängiger werden in der Entscheidung, was sie in der Cloud und was sie im lokalen Storage ablegen, ohne auf die Vorteile von Clouds zu verzichten. Der Multi-Cloud-Ansatz geht noch einen Schritt weiter und ermöglicht die parallele Nutzung von Cloud-Diensten und -Plattformen mehrerer Anbieter und somit die Verbindung mehrerer Cloud-Modelle (nämlich Public und Private) in einer zentralisierten, großen Cloud. So können Händler flexibel zwischen den Anwendungen wählen, während Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit weiter steigen. Zudem kann sich ein Mix positiv auf die Kosten auswirken, wenngleich mit einer wachsenden Zahl an Clouds auch die Komplexität steigt.

Die großen Public-Cloud-Anbieter: Ein Überblick

Amazon Web Services

Leistungen & Preise: Amazon Web Services (AWS) bietet etwa 140 Dienstleistungen in den Bereichen Computing, Storage, Datenbank, Analytik, Networking, Mobile, Developer Tools und Software an – ein extrem breites Portfolio. Weitere Stärken der AWS-Cloud: Offenheit, Flexibilität, leichte Bedienbarkeit. Die Abrechnung erfolgt sekundengenau, der AWS-Preisrechner gibt noch detaillierter Auskunft. Außerdem gibt es gratis Einsteigerlösungen, mit denen man interessante Start-ups binden möchte.

Interessante Technologien: AWS hat das Potenzial von Hybrid- und Private-Clouds erkannt und bietet mit Outposts nun auch hybride Lösungen an – ein wichtiger Move, um neben Microsoft Azure in diesem Segment zu bestehen. Darüber hinaus nutzt AWS Machine Learning (Künstliche Intelligenz) sowie eine Reihe anderer Funktionen aus Spitzentechnologiebereichen wie Internet der Dinge (IoT) und Serverless Computing (Lambda).


Microsoft Azure

Leistungen & Preise: Viele Unternehmen haben bereits Microsoft-Produkte im täglichen Einsatz, insofern ist der Weg, Daten in die Cloud auszulagern oder gar auf Hybrid-Lösungen zu setzen, ein relativ kurzer. Mit seiner starken Position im Bereich SaaS (Office 365 Business Services und Dynamics 365) ist Azure ein wichtiger Impulsgeber für die Verwirklichung einer Cloud-First-Welt. Wie viel diese Welt kosten würde, können Unternehmen hier ausrechnen.

Interessante Technologien: Im Bereich Künstliche Intelligenz ermöglicht das „Azure Machine Learning Studio“ spezialisierten Entwicklern das Schreiben, Testen und Bereitstellen von Algorithmen sowie einen Marktplatz für Standard-APIs. Außerdem hat Azure Ende 2018 den Kubernetes Service freigegeben, der eine serverlose Architektur ermöglicht.


Google Cloud

Leistungen & Preise: Google stieg vergleichsweise spät in den Cloud-Markt ein. Entsprechend hat man in letzter Zeit zahlreiche Rabatte angeboten, um Kunden zu gewinnnen: Bis zu 1GB Google Cloud Datastore-Kapazität, zwei Millionen Cloud Functions pro Monat, sowie der begrenzte Zugriff auf Produkte wie Google Cloud Natural Language, Cloud Vision AP oder Kubernetes Engine sind gratis. Für alles weitere bietet Google hier einen Preis-Rechner. Google wird oft von Kunden gewählt, deren Geschäfte mit Amazon konkurrieren und im Gegensatz zu Microsoft Azure ist Google eine gute Option für diejenigen Unternehmen, die Open-Source- und/oder DevOps-zentriert sind.

Interessante Technologien: Noch ist die Anziehungskraft von Google Clouds für Kunden aus dem Enterprise-Segment überschaubar. Doch mit seinen branchenführenden Tools für Deep Learning und Künstliche Intelligenz, Machine Learning und Datenanalyse ist Google im Begriff, das zu ändern.

Doch neben den Cloud-Riesen gibt es eine breite Palette von Anbietern, die sich auf einen Teil der Cloud-Strategie spezialisiert haben und es ist zunehmend interessant, die Leistungen eines großen Public-Cloud-Anbieters mit einem Spezialisten zu kombinieren. Möglich wird das nicht zuletzt durch die vielen, strategischen Partnerschaften. So etwa arbeitet Salesforce sowohl mit Amazon Web Services, Google Cloud oder IBM zusammen; Intershop intensiviert seine Partnerschaft mit Microsoft Azure.

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Christian Grötsch
Christian Grötsch (Bild: dotSource)

Über den Autor: Christian Otto Grötsch (siehe Foto) ist Geschäftsführer der dotSource GmbH. Zusammen mit Christian Malik gründete er 2006 die Full-Service-Digitalagentur in Jena. Seither berät er Unternehmen aus dem Mittelstand und international operierende Konzerne zu Strategien und Technologien im E-Commerce. Von nutzerorientierten Digital-Plattformen über ein durchdachtes Kundenbeziehungs- und Produktdaten-Management bis hin zu gezielten Online-Marketing-Maßnahmen – dotSource hat ein Leistungsspektrum aller Aspekte der Digitalisierung von Marketing, Vertrieb und Services.

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