„Fantastisches Jahr“: Spreadshirt kann seinen Umsatz wieder kräftig steigern

Der deutsche T-Shirt-Bedrucker Spreadshirt konnte im vergangenen Geschäftsjahr 2019 einen Netto-Umsatz von weltweit 131 Mio. Euro einfahren. Damit hat das Geschäft gleich um starke 18,8 Prozent angezogen, nachdem es ein Jahr zuvor ja nur ein vergleichsweise schwaches Wachstum von gerade einmal 3,4 Prozent gegeben hatte. Damals hatte Spreadshirt aber verstärkt auf Profitabilität geachtet und zudem damit zu kämpfen, dass die eigene Sichtbarkeit durch Updates von Google gelitten hatte.

Philip Rooke
Philip Rooke (Bild: Spreadshirt)

2019 dagegen konnte Spreadshirt von Google-Updates eher profitieren. Als einen möglichen Grund dafür nennen die Leipziger, dass man die eigenen Online-Shops um relevante Inhalte ergänzt hat. Den Umsatz kräftig steigern konnte Spreadshirt außerdem, weil 2019 schlichtweg mehr bestellt wurde.

Generell haben Kunden insgesamt 6,4 Millionen Artikel bedrucken lassen – ein Plus von gleich 17 Prozent zum Vorjahr. Erreicht haben die Leipziger das wiederum, weil man Verbrauchern mehr Auswahl bieten konnte. Denn im Jahresvergleich hat sich auch die Zahl der Spreadshirt-Partner erhöht.

In Summe waren daher bereits über 110.000 Kreative und Designer bei Spreadshirt aktiv, die eigene Motive anbieten, die Kunden auf T-Shirts, Tassen oder Poster drucken lassen können. Zum Vergleich: 2018 waren es erst rund 100.000 Partner. Angezogen hat zudem das Geschäft mit Gruppen-Bestellern, das Spreadshirt über seinen Sub-Shop TeamShirts bedient. Hier lassen sich beispielsweise T-Shirts mit Motiven für Firmenfeiern oder Familienfeste gestalten, schon ab sechs Artikeln gibt es Mengenrabatt.

Neben dem Umsatz konnte Spreadshirt nach eigenen Angaben auch die Profitabilität steigern, Zahlen nennt man aber für 2019 nicht. Vor einem Jahr hatte sich das EBITDA von zuvor 8,2 Mio. Euro (2017) auf 10 Mio. Euro (2018) verbessert. „2019 war ein fantastisches Jahr für Spreadshirt“, freut sich jetzt Spreadshirt-Chef Philip Rooke (siehe Foto). In diesem Jahr wollen die Leipziger daher ihren Umsatz auf 150 Mio. Euro erhöhen. Um dieses Ziel zu erreichen, soll unter anderem der Zweit-Shop TeamShirts in den USA starten. Bislang gibt es erst ein Dutzend verschiedener Länder-Shops für Kunden in Europa.

Spreadshirt Umsatz
Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung von Spreadshirt (Quelle: jeweils eigene Angaben in Mio. Euro)

Spreadshirt wurde 2002 gegründet. Über die Online-Shops können Verbraucher individuelle Produkte anfertigen, indem sie selbst eigene Designs gestalten oder Motive von Designern verwenden. Bedruckt werden unter anderem T-Shirts, Tassen, Mützen und Handy-Hüllen plus Poster. Artikel werden an fünf Standorten in den USA, Polen, Deutschland und in Tschechien bedruckt, die Zentrale befindet sich in Leipzig. Die umsatzstärksten Märkte sind Deutschland, USA, Frankreich, Skandinavien und Benelux.

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Über Stephan Randler 2523 Artikel
Stephan Randler (41) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit seinen Texten, Moderationen und Vorträgen.

1 Kommentar zu „Fantastisches Jahr“: Spreadshirt kann seinen Umsatz wieder kräftig steigern

  1. Ich finde es super, dass Spreadshirt so erfolgreich ist. Der Trend geht ja zur Individualisierung von Produkten. Mir ist wichtig, regional ansässige Unternehmen zu unterstützen. Da ich in Wien lebe, gehe ich zum Bedrucken von T-Shirts hier in den örtlichen Copyshop.

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