Erstes Logistikzentrum: Schuhe24.de will Händlern die Retouren erleichtern

Der Online-Marktplatz Schuhe24.de will bei seinen Handelspartnern nun auch mit Logistik-Knowhow punkten. Lokale Schuhgeschäfte können daher einen zentralen Logistik-Standort in Wiesbaden nutzen, wenn sie ihre Ware über den Online-Marktplatz der Benner-Gruppe verkaufen. Für die Partner aus dem stationären Einzelhandel gibt es dabei zwei Optionen, die ihnen das neue Logistikzentrum nun bietet.

Dominik Benner
Dominik Benner (Bild: Benner Holding)

Zum einen können stationäre Händler im neuen Versandlager ihre Bestände einlagern und von dort aus an Endverbraucher versenden lassen. Dabei fällt für die Partner keine Einlagerungsgebühr an, ab einer Nutzung von mehr als 50 Quadratmetern erhebt Schuhe24.de allerdings anteilige Mietkosten.

Nach eigenen Angaben nutzen aktuell 21 der über 1.000 angeschlossenen Händler den neuen Fulfillment-Service. Weitaus mehr Partner wiederum haben sich für die zweite Option entschieden und lassen ihre Retouren aus dem Marktplatz-Geschäft über den zentralen Logistik-Standort abwickeln.

Dabei lassen sich sowohl Rücksendungen aus dem Ausland als auch Retouren von Verbrauchern aus Deutschland über den neuen Standort bearbeiten. Die Retourenabwicklung ist dabei ein kostenloser Service für die lokalen Händler, die bereits nahezu vollständig ihre Auslandsretouren über den neuen Standort abwickeln lassen. Beim Geschäft mit Kunden in Deutschland dagegen werden nach nie vor auch Rücksendungen direkt über die einzelnen Händler abgewickelt, damit Kunden schneller an ihre Rückerstattung kommen. Denn bei der zentralen Abwicklung werden Retouren ja zunächst nach Wiesbaden gesendet und gehen dann zum lokalen Händler. Damit dauert eine Rückerstattung länger – was beim Auslandsgeschäft nicht so kritisch ist, da Ware meist ja eh länger unterwegs ist.

Über Schuhe24.de können lokale Schuhhändler ihre Waren im Internet verkaufen, ohne selbst einen Online-Shop betreiben zu müssen. Über eine Schnittstelle wird auf die Filialbestände der Händler zugegriffen. Sobald eine Bestellung eingeht, erhält der Händler den Auftrag, der den Schuh in der entsprechenden Größe am meisten vorrätig hat. Anschließend verschickt der stationäre Händler den Artikel an den Kunden, der aber ein Paket und eine Rechnung der Marke „Schuhe24.de“ erhält. Bei jedem Verkauf berechnet Schuhe24.de eine Gebühr von drei Euro pro Schuh-Paar. Der Plattform-Betreiber bestimmt dabei zudem, zu welchem Preis ein Schuh auf dem Marktplatz angeboten wird.
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Über Stephan Randler 2199 Artikel
Stephan Randler (39) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr

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