E-Commerce in der Schweiz: Das müssen deutsche Händler beachten

Für Online- und Multichannel-Händler aus Deutschland wird der E-Commerce-Markt in der Schweiz zunehmend interessant. Kein Wunder. Denn auch in der Alpenrepublik wächst der Online-Handel stetig und viele Schweizer kaufen in Online-Shops aus dem Ausland ein. Damit aber auch deutsche Versender von diesem Trend profitieren, müssen Händler ein paar Herausforderungen meistern:

  • Sprachbarrieren
    Die Schweiz verfügt gleich über vier offizielle Sprachen – Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch. Die Übersetzung von Marketing-Kampagnen in verschiedene Sprachen ist daher wichtig, um Reichweite und Wirkung zu erzielen. Händler sollten sich auch Gedanken um das Thema Etikettierung machen. Einige Produkte wie Elektronik müssen eindeutige Beschriftungen in jeder lokalen Sprache enthalten. Wenn Artikel in diese Kategorie fallen, müssen Händler sicher stellen, dass ihre Etiketten entsprechende Erläuterungen in der richtigen Sprache enthalten.
  • Retouren-Management
    In der Schweiz gibt es kein gesetzliches Recht auf die Rückgabe von Produkten. Kunden sollten daher einen Leitfaden erhalten, der sie über Ihre Retouren-Richtlinien informiert. So wissen Verbraucher, welche Anforderungen gelten. Für bereits bezahlte Zollgebühren können Sie eine Rückerstattung veranlassen, sobald der Artikel zurückgesendet wurde. Ebenfalls gut zu wissen: Es muss nicht zwangsläufig eine kostenfreie Retourenlösung angeboten werden, um die Erwartungen der Kunden an deutsche Online-Händler zu erfüllen.
  • Verbotene und eingeschränkte Artikel
    Die Schweizer Listen für verbotene und eingeschränkte Artikel enthalten viele Produkte, die in entsprechenden Bestimmungen anderer Länder ebenfalls zu finden sind: Waffen, lebende Tiere und Drogen können zum Beispiel offensichtliche Probleme verursachen. Es gibt allerdings auch weitere Artikel, die nur eingeschränkt erlaubt sind: zum Beispiel Edelmetalle oder Perlen, die für Schmuck verwendet werden. Wahrscheinlich verschicken Sie keine verbotenen Artikel. Das sollte aber vorab geklärt sein, damit Pakete nicht abgefangen werden und Kunden sich beschweren.
  • Zölle in der Schweiz
    Die Schweiz erhebt Zölle auf Produkte, welche die Schweizer Grenze passieren. Die Abgaben basieren auf verschiedenen Kriterien, am häufigsten gibt aber das Bruttogewicht des Pakets den Ausschlag. Hierbei handelt es sich nicht nur um das Gewicht des eigentlichen Artikels, sondern auch um das Gewicht der Verpackung und der Füllmaterialien. Zölle werden dann als fester Satz pro 100 g berechnet. DAP/DAT ist die geeignetere Option, wenn Bestellungen bearbeitet werden, die einen Wert von 65 CHF nicht überschreiten. Für alle anderen Lieferungen ist DDP besser, da sonst Gebühren und Steuern an der Haustür anfallen, die auch noch deutlich höher ausfallen.

Über den Autor: Asendia bietet Lösungen für den grenzüberschreitenden E-Commerce. Durch die Muttergesellschaft Swiss Post kennt sich Asendia auf dem schweizerischen Markt bestens aus. Mehr zum E-Commerce in der Schweiz erfahren Händler in diesem kostenfreien E-Book von Asendia.

PS: Verpassen Sie keine Beiträge mehr! Jeden Freitag liefert Ihnen unser Info-Service alle Nachrichten, Analysen und Insider-Infos der Woche kostenlos in Ihr Postfach. 4.549 Kollegen aus dem Versand- und Multichannel-Handel nutzen dieses Angebot schon, um up-to-date zu bleiben. Jetzt hier anmelden:

Ich akzeptiere die Datenschutzerklärung. Die Einwilligung lässt sich jederzeit widerrufen. *Pflichtfeld

Über Stephan Randler 2220 Artikel
Stephan Randler (39) ist Autor und Herausgeber von neuhandeln.de - einem Online-Magazin für Entscheider im E-Commerce. Zuvor war er Chefredakteur vom "Versandhausberater". Als Fachjournalist begleitet er die E-Commerce-Branche bereits seit 2004 - mit Texten, Moderationen und Vorträgen. mehr

1 Trackbacks & Pingbacks

  1. E-Commerce in der Schweiz: Das müssen deutsche Händler beachten – https://neuhandeln.de/e-commerce-in-der-schweiz-das-muessen-deutsche-haendler-beachten/ … – Buyer Sage

Kommentare sind deaktiviert.