Drei Praxisbeispiele: Wie Online-Händler von Cloud-Diensten profitieren

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Smarte Cloud-Lösungen können Online- und Multichannel-Händlern das Tagesgeschäft spürbar erleichtern – ohne dass Versender gleich ihre gesamten Daten an Dritte auslagern müssen. Denn ähnlich wie Lego-Bausteine lassen sich auch einzelne Cloud-Dienste in bestehende Systeme oder Online-Shops einbinden – mit vielen Vorteilen für Händler. Welche das sind, beschreibt Edgar Praun vom Dialogmarketing-Experten pbdirekt, der Business Partner von neuhandeln.de ist.

Edgar Praun
Edgar Praun (Bild: pbdirekt)

Die Systempflege ist nicht gerade beliebt. Kein Wunder. Denn es kostet viel Zeit, Adressen auf ihre postalische Richtigkeit zu prüfen oder sicherzustellen, dass Vor- und Nachname in der Datenbank an der richtigen Stelle stehen.

Ganz zu schweigen vom Aufwand, Online-Kunden im System per Hand passenden Print-Werbemitteln zuzuordnen. Wäre es nicht viel einfacher, wenn sich diese Daten automatisch prüfen und korrigieren ließen? Am besten bereits bei der Eingabe der Daten? Das ist möglich. Denn Cloud-Anbieter versprechen, diese Probleme für Multichannel-Händler zu lösen.

Doch wer über Jahre mittels ERP, WaWi oder CRM ein eigenes Bestellsystem aufgebaut hat, möchte in der Regel nicht alle Daten und Systeme auf einmal an einen Cloud-Anbieter outsourcen. Das muss zum Glück aber auch nicht sein. Denn ähnlich wie Lego-Bausteine lassen sich nämlich auch einzelne Cloud-Dienste in bestehende Systeme oder Webseiten einbinden. So eine „kleine“ Lösung verbessert dann im Idealfall die Performance und Qualität des vorhandenen Systems – und spart zudem Zeit und Kosten. Wie das in der Multichannel-Praxis konkret aussehen kann, verdeutlichen diese folgenden Beispiele:

  • Korrektur von Adresseingaben: Online- und Multichannel-Händler wissen: Kaum etwas ist ärgerlicher, als wenn der Kunde online im Shop bei der Adresseingabe einen Zahlendreher oder Tippfehler macht. Denn das zieht oft eine aufwändige Nacharbeit nach sich. Ein Cloud-Dienst dagegen kann nun die postalische Prüfung bereits in Echtzeit vornehmen, während der Kunde seine Daten eingibt. So lassen sich Daten sofort prüfen und Fehler automatisch korrigieren. Das geht auch, wenn Verbraucher in ein Online-Formular aus Versehen ihren Vornamen tippen – obwohl eigentlich der Nachname gefragt ist. Damit die Namen dennoch in der Datenbank an der richtigen Stelle landen, können Cloud-Dienste auf Referenzdaten zugreifen. So wird ein Name bereits bei der Eingabe in Vor- und Nachname zerlegt und auf seine Richtigkeit hin geprüft.
  • Kunden der richtigen Kampagne zuordnen: Cloud-Dienste können aber noch mehr – zum Beispiel bei der Daten-Analyse. Denn wissen Sie immer, woher Neukunden kommen, die online bestellen? Meist erkennt ein Bestellsystem oder Analyse-Tool nicht, ob ein Neukunde eigentlich ein Katalogkunde ist oder über Google in einem Online-Shop gelandet ist. So werden die Online-Bestellungen schnell dem Online-Kanal zugeordnet, auch wenn der Kunde eigentlich durch einen Katalog-Anstoß im Internet gekauft hat. Mit einer Cloud-Funktion kann nun eine Adresse in Echtzeit mit der Katalog-Datei abgeglichen und so einem Print-Mailing zugeordnet werden.
  • Konkrete Mehrwerte für Kunden bieten: Ein weiteres Plus: Cloud-Dienste können online auf weitere Daten zugreifen und Daten von Kunden in Echtzeit aus unterschiedlichen Quellen anreichern. Zum Beispiel mit der bevorzugten Lieferadresse des Kunden, der favorisierten Zahlungsart oder weiteren für ihn interessanten Produkten. Damit profitieren die Kunden von einem höheren Komfort und individuell auf sie zugeschnittenen Informationen beim Einkauf.

So können Cloud-Dienste einem Online- und Multichannel-Händler das Leben erleichtern. Vor allem aber lassen sich Cloud-Funktionen genau an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Damit zahlen Händler also nur für den speziellen Service, den sie auch benötigen. Damit sind diese Zusatzfunktionen für ein bestehendes ERP-System viel erschwinglicher als ein komplett neues System in der Cloud. So können auch Unternehmen mit einem kleineren Budget von einem leistungsfähigen Cloud-Dienst profitieren.

Über den Autor: Edgar Praun (siehe Foto oben links) ist Geschäftsführer von pbdirekt und im Schwerpunkt CRM und Cloud-Services tätig.

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