CRM-Software: So finden Händler das für sie passende System

Wenn Online- und Multichannel-Händler bei sich ein neues System für Customer-Relationship-Management (CRM) einführen wollen, haben sie es oft schwer. Denn der Markt gleicht einem Dschungel: Es gibt jede Menge unterschiedlicher Angebote – und diese verschiedenen Systeme scheinen dazu gleich wichtig zu sein. Worauf es bei der CRM-Auswahl ankommt, weiß Christian Grötsch, Geschäftsführer der Digital-Agentur dotSource, die neuhandeln als Sponsor unterstützt.

CRM Software
Passende Software hilft, die Daten zu verwalten

Generell gilt: Viele CRM-Anbieter haben einen Branchenfokus. Das kann ein wichtiges Auswahlkriterium sein. Denn branchenoptimierte Systeme haben branchentypische Funktionen schon voreingestellt, was Zeit, Nerven und Geld sparen kann. Für welche Branche welches CRM taugt, lässt sich meist anhand der Referenzliste eines CRM-Anbieters auf dessen Website erkennen.

Aus den Referenzen lässt sich nicht nur ein Branchenfokus ableiten. Sondern auch ermessen, für welche Unternehmensgröße sich das System gut eignet und wie international das CRM-System aufgestellt ist.

Denn: Ein mittelständisches Unternehmen mit fünfzig Angestellten und fast ausschließlich inländischem Vertrieb hat selbstredend ganz andere Bedürfnisse an das Customer-Relationship-Management als ein internationaler Konzern mit mehreren tausend Mitarbeitern und hunderttausenden Kundendaten.

Wenn man den Kandidatenkreis so eingeschränkt hat, stellt sich die nächste Frage: Was sollte das CRM können? Nicht alle CRM-Systeme verfügen über eine Integration von Marketing, Vertrieb und Service. Viele System-Anbieter legen ihren Fokus nur auf den Vertrieb, andere wiederum sind nur auf den Service ausgelegt. Dann sollte man noch überlegen, ob das CRM auch als App für Smartphones oder Tablets erhältlich ist – was in unserer immer mobileren Gerätewelt sicherlich immer sinnvoller wird.

Auch die Technik spielt eine Rolle: Die meisten CRM-Anbieter haben sich in den vergangenen Jahren in Richtung cloud-basierter Software-as-a-Service-Lösungen (SaaS) entwickelt. Wer dagegen noch auf eine On-Premise-Lösung besteht, für den lichtet sich das Feld der geeigneten Software-Lösungen prompt.

Nicht zuletzt stellen auch die Kosten für CRM-Software ein wichtiges Kriterium dar. Bei On-Premise-Lösungen werden Festpreise für Software fällig, die auf eigenen Servern betrieben werden kann. Je nach Umfang variiert dieser Festpreis. Anbieter von SaaS-Lösungen dagegen erheben monatliche Beiträge für die Nutzung. Auch hier steigen die Kosten meist je nach Umfang und Funktionen.

Und wenn die Entscheidung gefallen ist? Dann sollte vom CRM-Anbieter ein konkretes Preis-Angebot eingefordert werden. Darin müssen alle Lizenzkosten, Folgekosten, Support- und Update-Regelungen sowie der Aufwand zur Umsetzung und Implementierung eines neuen CRM-Systems enthalten sein.

Christian Grötsch
Christian Grötsch (Bild: dotSource GmbH)

Über den Autor: Christian Otto Grötsch (siehe Foto) ist Geschäftsführer der dotSource GmbH. Zusammen mit Christian Malik gründete er 2006 die Full-Service-Digitalagentur in Jena. Seither berät er Unternehmen aus dem Mittelstand und international operierende Konzerne zu Strategien und Technologien im E-Commerce. Von nutzerorientierten Digital-Plattformen über ein durchdachtes Kundenbeziehungs- und Produktdaten-Management bis hin zu gezielten Online-Marketing-Maßnahmen – dotSource hat ein Leistungsspektrum aller Aspekte der Digitalisierung von Marketing, Vertrieb und Services.

PS: Verpassen Sie keine Beiträge mehr! Jeden Freitag liefert Ihnen unser Info-Service alle Nachrichten, Analysen und Insider-Infos der Woche kostenlos in Ihr Postfach. 4.336 Kollegen aus dem Versand- und Multichannel-Handel nutzen dieses Angebot schon, um up-to-date zu bleiben. Jetzt hier anmelden:

Ich akzeptiere die Datenschutzerklärung. Die Einwilligung lässt sich jederzeit widerrufen. *Pflichtfeld