Corona-Krise: So vermeiden Marken, dass sie online ihre Kunden enttäuschen

gaxsys_neuhandeln_BeitragSelbst im Jahr 2020 verzichten Marken nach wie vor auf einen eigenen Online-Shop. Dabei erwarten Verbraucher genau dort ebenso einkaufen zu können – auf Marken-Websites. Und gerade in der aktuellen Corona-Krise ist ein Marken-Shop vielleicht ja so wichtig wie noch nie zuvor, mahnt der Multichannel-Spezialist gaxsys, der Business Partner von neuhandeln.de ist.

E-Commerce
Verbraucher erwarten auf Marken-Websites einen Online-Shop

Die Corona-Krise hat es uns allen noch einmal deutlich vor Augen geführt: Wenn die stationären Läden geschlossen sind, bleibt Kunden als Shopping-Kanal nur das Internet. Und das bleibt auch nach der Krise so der Fall.

Schließlich wollen Kunden auch in Zukunft an einem Sonntag oder spät am Abend shoppen, wenn die Ladengeschäfte vor Ort ja in der Regel zu sind. Ein eigener Online-Shop bleibt daher gerade für Marken nach wie vor die einzige Möglichkeit, um rund um die Uhr einen guten Eindruck bei den potenziellen Kunden zu hinterlassen. Doch anscheinend hat sich das auch im Jahr 2020 noch längst nicht bei allen Markenartiklern herum gesprochen.

So gibt es auch heute noch Marken, die zwar eine eigene Website haben, wo sie sich und ihre Produkte präsentieren. Doch eine direkte Kaufoption wird Kunden nicht angeboten. Ganz spontan fallen Kunden so namhafte Brands wie Weleda, Wolf Garten, SMEG, hansgrohe, Roy Robson und Anita ein, die auf eine lange Unternehmenshistorie zurückblicken können. Dabei zeigen Studien nun schon seit Jahren, dass Verbraucher auf einer Marken-Website doch auch einen Online-Shop zum direkten Einkauf erwarten.

Kein Wunder. Denn hier bekommen Verbraucher neben Informationen auch die Ware direkt aus erster Hand. Im eigenen Online-Shop ist zudem im Idealfall das Image pur, rein und klar. Denn nur hier liefert die Marke im besten Fall sowohl Inhalt als auch Kontext und den Service. Alle anderen Verkaufskanäle wie etwa Online-Marktplätze haben im direkten Vergleich in der Regel irgendwo Einschränkungen. Zwar können sich Marken heute über eigene Brand-Stores auf vielen Online-Marktplätzen präsentieren. Hier sind aber Marken trotzdem auf fremden Plattformen aktiv und damit abhängig von Portal-Betreibern.

Vor diesem Hintergrund macht es letztlich auch keinen Sinn, Verbraucher zum Kauf von einer Marken-Website auf einen externen Online-Marktplatz zu schubsen. Eine Marken-Website ohne eine Shopping-Möglichkeit kann man sich daher letztlich schenken. Denn für Kunden ist es eine große Enttäuschung, wenn sie online kaufen wollen – es dann aber nicht können, weil es durch die Marke selbst verhindert wird. Wer online so handelt, vergisst eine wichtige Grundregel: Vermeide es, Kunden zu enttäuschen.

Marktplätze haben zwar Reichweite – dafür aber eigene Regeln

Natürlich kann man entgegnen, dass Kunden heute Ware auf Online-Marktplätzen suchen und direkt dort kaufen – ein eigener Online-Shop also gar nicht mehr nötig ist. Doch gerade bei Fashion und Schuhen ist das Marken-Image für viele Verbraucher ja besonders wichtig. Auf der eigenen Website können Marken sich komplett im eigenen Look & Feel präsentieren, um Neugier und Interesse zu wecken. Doch wer Interessenten dann keine Shopping-Möglichkeit anbietet, handelt fahrlässig.

Dass es soweit kommt, hat aber seine Gründe. Denn immer noch ist der eigene Online-Shop für einige Marken in erster Linie ein Verkaufskanal. So wie die Eröffnung und das Betreiben eines eigenen Ladens, muss sich der Aufwand lohnen. Also dreht sich sehr viel um die Frage, wie viel Geld und Personal man investieren muss und wann sich diese Kosten amortisieren. Doch diese Rechnung ist falsch. So kann man zwar auf einen eigenen Shop verzichten, weil sich das Geschäft auf dem Papier nicht rechnet. Doch nicht berücksichtigt wird dabei die Erwartungshaltung, die man ohne eigenen Marken-Shop enttäuscht.

Oftmals stehen einem eigenen Webshop auch die über Jahre etablierten Vertriebsmodelle entgegen oder bestimmte strategische Entscheidungen einer Marke. Nichts davon muss radikal abgeschafft oder geändert werden. Es kann heutzutage einfach mittels digitaler Lösungen, wie beispielsweise unserer Händlerintegration, ergänzt werden. Ohne das Rad neu zu erfinden, sondern es einfach nur schneller und griffiger zu machen – im Sinne des Kunden, der stationären Händler und der Marke.

Nicht zu vergessen: Eine Marke ohne einen Online-Shop begibt sich auf das Niveau von Pseudo-Marken auf Online-Marktplätzen wie Amazon, die oft nichts anderes als Billigware aus Fernost bieten. Wer sich von dieser Masse abheben will, muss auch online seriös auftreten – und dazu gehört ein eigener Shop.

Boris Krstin
Boris Krstin (Bild: gaxsys GmbH)

Über den Autor: Boris Krstin ist „Head of Content“ bei der gaxsys GmbH. Durch gaxsys übernehmen stationäre Händler Aufträge, die bei Online-Shops bestellt und bereits bezahlt wurden. Den bei gaxsys registrierten Händlern werden Bestellungen angeboten, die sie bequem aus ihrem Bestand erfüllen können – zusätzliche Abverkäufe mit geringstem Aufwand und garantierter Rentabilität. Rund 200 Marken und Tausende von Bestellungen täglich werden von Herstellern, den Marken selbst oder von Plattformen wie Zalando in den gax-Kanal eingespeist. So bietet gaxsys die ideale Lösung, bei der alle beteiligten Akteure profitieren und ihren Umsatz steigern.

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