4 Denkanstöße: Worauf sich Einzelhändler besinnen sollten

gaxsys_neuhandeln_BeitragDurch die Digitalisierung haben stationäre Händler heute ein ganzes Arsenal an Tools, um näher an ihren Kunden zu sein. Doch der Stellenwert eines Ladengeschäfts wächst vor allem durch die persönliche Verankerung vor Ort, mahnt Multichannel-Spezialist gaxsys, der neuhandeln.de als Sponsor unterstützt. Vier Dinge sollten zum Rüstzeug eines stationären Händlers gehören.

Einzelhandel Laden
Geschäfte punkten auch ohne Technik-Overkill

Stellen Sie sich vor, Sie betreten ein Fachgeschäft und der Verkäufer kennt Ihren Namen, er weiß sogar, dass Sie zwei Kinder haben; darüber hinaus weiß er aber auch, dass eins der Kinder Grippe hat und Sie eigentlich mit der ganzen Familie übers Wochenende ins Allgäu fahren wollen. Weil er so viel über Sie weiß, kann er Sie optimal beraten, er verkauft Ihnen exakt das, was Sie wollen und brauchen. Ist diese Vorstellung angenehm oder gruselig?

Früher war das so und niemanden hat es gestört. Der Einkauf im Laden um die Ecke war ein Erlebnis, eine Form des gesellschaftlichen Austauschs.

„Tante Emma“ war ein Knotenpunkt im Viertel, ein Anlaufpunkt und eine Datenbank in der eigenen Nachbarschaft. Der klassische Tante-Emma-Laden war nicht groß, sondern überschaubar und er war kunterbunt und vor allem war der Einkauf dort nicht nur personalisiert – sondern persönlich. Hier sollten stationäre Händler wieder ansetzen, denn der Trend ist günstig: der Bewegungsradius der Käufer schrumpft wieder. Man ist immer weniger bereit, in das Stadtzentrum zu fahren oder in das große Einkaufscenter in der Peripherie. Stattdessen sind die Leute wieder viel lieber in ihrem Viertel.

Hier geht es für Einzelhändler darum, ein Teil der eigenen Zielgruppe zu werden. Was das bedeutet, wurde im Wirtschaftsmagazin „Brand eins“ in einem Artikel über Budni beschrieben, einer Hamburger Drogeriemarkt-Kette. Für uns zeigt diese Erfolgsgeschichte, dass die Fähigkeiten von Tante Emma auch in der digitalisierten, modernen Welt zum Rüstzeug eines stationären Händlers gehören sollten:

  1. Diversität ist bereichernd: Mitarbeiter sollen genauso verschieden sein wie die Menschen im Viertel. Sie repräsentieren nicht eine Marke, sondern die Menschen in der Nachbarschaft.
  2. Auf die Zielgruppe lokal abgestimmtes Sortiment: Budni hat insgesamt 25.000 Produkte, davon aber nur ca. 12.000 in jedem Laden – angepasst an die Bedürfnisse der Kunden vor Ort.
  3. Kundennähe durch Wissen und Vertrauen: Tante Emma kannte ihre Kunden und hatte ihr Vertrauen. So hat man das Gefühl, sowohl richtig gekauft als auch sich ausgetauscht zu haben.
  4. Sozial engagiert sein: Mit den Kunden zusammen Gutes tun, das verbindet und gewährleistet, dass das Ladengeschäft nah am Alltag der Zielgruppe ist.

Für ein personalisiertes Einkaufserlebnis werden Daten gesammelt. Vielen Kunden bereitet das Unbehagen, weil sie schlichtweg nicht wissen, was das für Informationen sind, die mittels Algorithmen über sie gesammelt werden. Tante Emma wusste wahrscheinlich noch viel mehr über uns, als jeder Online-Shop heutzutage, aber dieser Datentransfer war dafür transparent, der Einkauf war persönlich.

Die Enkel von Tante Emma sollten sich wieder mehr auf das besinnen, was ein stationäres Geschäft ausmacht, nämlich das, was ihre Großmutter noch wusste. Persönlichkeit und Vertrauen schlagen im Kiez jeden Algorithmus; und beides ist kein Hindernis, um auch online erfolgreich zu verkaufen. Denn das Interesse für die Bedürfnisse der Kunden fängt im eigenen Laden an und hört im Internet nicht auf.

Boris Krstin
Boris Krstin (Bild: Gaxsys GmbH)

Über den Autor: Boris Krstin ist „Head of Content“ bei der gaxsys GmbH. Durch gaxsys übernehmen stationäre Händler Aufträge, die bei Online-Shops bestellt und bereits bezahlt wurden. Den bei gaxsys registrierten Händlern werden Bestellungen angeboten, die sie bequem aus ihrem Bestand erfüllen können – zusätzliche Abverkäufe mit geringstem Aufwand und garantierter Rentabilität. Rund 200 Marken und Tausende von Bestellungen täglich werden von Herstellern, den Marken selbst oder von Plattformen wie Zalando in den gax-Kanal eingespeist. So bietet gaxsys die ideale Lösung, bei der alle beteiligten Akteure profitieren und ihren Umsatz steigern.

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