Ziel erreicht: Mister Spex schreibt erstmals schwarze Zahlen

Gegenüber neuhandeln.de hatte Mister Spex bereits vor Monaten durchblicken lassen, dass man im Geschäftsjahr 2014 schwarze Zahlen schreiben will. Nun ist es offiziell und der Online-Optiker aus Berlin hat sein Ziel erreicht. So konnte die gesamte Unternehmensgruppe im Jahr 2014 bei einem Netto-Umsatz von insgesamt 65 Mio. Euro ein positives EBITDA erzielen.

Mister Spex

Mister Spex ist weiter auf Wachstumskurs (Bild: Screenshot)

Profitieren konnten die Berliner davon, dass sich die Marge verbessert habe und man verstärkt Skaleneffekte nutzen konnte. Das wiederum lag auch daran, dass der Umsatz gestiegen ist.

Zum Vorjahr haben sich die Umsätze genau genommen um 38 Prozent erhöht (2013: 47 Mio. Euro). Wachsen konnte der Online-Optiker dabei unter anderem, weil sich das Kerngeschäft mit Brillen sehr gut entwickelt habe. Hierbei konnten die Berliner wiederum davon profitieren, dass sie über eine immer bekanntere Marke verfügen. Damit zahlt sich für die Berliner also aus, dass in den vergangenen Jahren immer wieder in das Marketing investiert worden war.

Multichannel-Strategie: Zahl der stationären Partner-Optiker steigt weiter

Das Geschäft befeuert haben zudem die Partnerschaften mit lokalen Optikern, bei denen Kunden von Mister Spex vor dem Online-Kauf einen Sehtest machen oder nachträglich ihre Brille anpassen lassen können. Im Gegenzug erhalten die Partner von Mister Spex für ihre Leistungen eine Service-Gebühr zwischen fünf und 15 Euro. Wenn der Kunde nach einem Sehtest online eine Brille kauft, gibt es für Partner eine Provision von zehn bis 25 Prozent.

Gestartet war die Multichannel-Partnerschaft vor knapp vier Jahren mit damals gerade einmal 23 stationären Optikern in Deutschland. Heute gibt es bereits über 500 Partner in Deutschland und Österreich, wo Mister Spex seit Sommer 2014 ebenfalls ein Partner-Netzwerk aufbaut. Zum Vergleich: Vor einem Jahr konnte Mister Spex erst 400 stationäre Partner vorweisen.

Auslandsexpansion: Zukäufe in Nordeuropa schüren weiteres Wachstum

Den Umsatz der gesamten Gruppe hat zudem das Geschäft im Ausland befeuert. Neben den eigenen Online-Shops in Frankreich, Spanien, Österreich und Großbritannien zählen auch die Internet-Angebote der Händlermarken Lensstore (Sortiment: Kontaktlinsen) und Loveyewear (Korrektions- und Sonnenbrillen) zur Unternehmensgruppe. Während Loveeyewar sich nur auf den schwedischen Markt konzentriert, ist Lensstore auch in Norwegen und Finnland aktiv.

Diese beiden schwedischen Online-Shops wurden im Juli 2013 übernommen und haben damit 2014 erstmals ein volles Geschäftsjahr zum Umsatz beitragen können. Um weiter zu wachsen, setzt man erneut auf Zukäufe. So gehört ab sofort der norwegische Kontaktlinsen-Shop Lensit ebenfalls zur Spex-Gruppe. Das nötige Kleingeld kommt aus der letzten Finanzierungsrunde, über die Mister Spex erst zu Jahresbeginn eine Finanzspritze von 32 Mio. Euro erhalten hatte.

Im Geschäftsjahr 2013 hatte die Mister Spex GmbH bei einem Netto-Umsatz von 35,9 Mio. Euro ein negatives EBITDA von -2,3 Mio. Euro eingefahren, weil unter anderem Aufwendungen für Personal und die Marketing gestiegen waren. Diese Zahlen beziehen sich aber nur auf das Geschäft in Deutschland, Österreich und Spanien und nicht auf die gesamte Gruppe.

Wieviel vom aktuellen Gruppenumsatz in Höhe von 65 Mio. Euro über die deutsche Mister Spex GmbH erzielt wurde, wollen die Berliner leider auch auf Nachfrage nicht verraten.

Schon gewusst? Jeden Freitag erscheint der kostenlose Newsletter von neuhandeln.de – so erhalten Sie alle Beiträge bequem in Ihr Postfach und verpassen keine Artikel mehr – hier geht’s zum Abo.

Weiterlesen

Keine Kataloge, weniger Filialen: Umsatz von Beate Uhse sinkt erneut Bei der Beate Uhse AG sinkt der Umsatz auch im laufenden Geschäftsjahr. Konkret steht für das erste Quartal 2016 ein Netto-Umsatz von 29,1 Mio. Euro in den Büchern, was im Vergleich zum Vorjahr einen ...
Licht und Schatten: Otto-Gruppe präsentiert Jahreszahlen Die Otto-Gruppe hat ihre Zahlen für das Geschäftsjahr 2015/16 vorgelegt. Konkret gab es ein Umsatzplus von 5,4 Prozent auf 12,1 Mrd. Euro. Nach einem Jahresfehlbetrag von -32 Mio. Euro im Jahr zuvor s...
Kunden ärgern sich: IT-Projekt belastet Windeln.de Die Münchner Windeln.de AG muss in diesen Tagen aufgebrachte Kunden beruhigen. So beschweren sich auf der Facebook-Fanpage des Spezialversenders derzeit Verbraucher darüber, dass der Kunden-Service ni...
Verbundgruppen: Das plant Expert beim Multichannel-Handel Die Verbundgruppe Expert feilt weiter an ihrer Multichannel-Strategie. Langfristiges Ziel ist demnach nicht nur, dass Verbraucher einmal alle Produkte aus den Warensortimenten der angeschlossenen Händ...
China-Geschäft schwächelt: Windeln.de rechnet mit weniger Umsatz 91,1 Mio. Euro Netto-Umsatz hat die Windeln.de AG im vergangenen Geschäftsjahr 2015 über Kunden aus China erzielt. Durch den Versand nach Fernost konnten die Münchner damit zwar mehr als die Hälfte ih...

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen