Weitere Länder im Visier: AO eröffnet neue Europa-Zentrale

Heinrich Dehn

Der britische Elektronik-Versender AO hat heute offiziell seine neue Europa-Zentrale in Deutschland in Betrieb genommen, die man bereits vor anderthalb Jahren angekündigt hatte. Insgesamt nutzen die Briten nun eine Gewerbefläche von 84.000 Quadratmetern am Standort Bergheim-Paffendorf (bei Köln), um von hier aus den europäischen Markt für Haushaltsgeräte und Consumer Electronics „zu erobern“. So ist nach dem Start in Deutschland (Herbst 2014) und in den Niederlanden (Frühjahr 2016) nun der Schritt in weitere Ländermärkte geplant, die man ebenfalls über die neue Zentrale bedienen will.

AO.de Zentrale
Die brandneue Europa-Zentrale (Bild: AO.com)

Zur Gewerbefläche von 84.000 Quadratmetern gehören ein Zentrallager mit 36.000 Quadratmetern und zusätzlich ein Verwaltungsgebäude mit 5.000 Quadratmetern. Entwickelt wurde die Zentrale von dem Logistik-Immobilien-Anbieter Prologis, der Mietvertrag hat eine Dauer für die nächsten zehn Jahre.

Aktuell arbeiten rund 300 Mitarbeiter für AO am neuen Standort, der Platz für bis zu 2.500 Angestellte bietet und dazu noch über zusätzliche Ausbau-Reserven verfügt. Vom neuen Zentrallager aus beliefert AO seine Kunden in Deutschland und den Niederlanden. Dazu betreibt AO in Deutschland vier regionale Verteilzentren in Hamburg, Berlin, München und Frankfurt.

Der Online-Pureplayer AO.com wurde im Jahr 2000 gegründet und war bis Herbst 2014 nur in UK aktiv. Seit Oktober 2014 betreiben die Briten auch einen deutschen Online-Shop, seit Februar 2016 gibt es auch einen Länder-Shop für Verbraucher in den Niederlanden. Vor dem Umzug in die neue Europa-Zentrale nutzte der Spezialversender rund 10.200 Quadratmeter Lagerfläche sowie rund 550 Quadratmeter Bürofläche in Bedburg (bei Köln) und 1.100 Quadratmeter Bürofläche in Elsdorf.

Deutschland ist für den Spezialversender nach eigenen Angaben attraktiv, weil es hier eine große Nachfrage nach weißer Ware gebe, diese Geräte bislang aber noch oft stationär gekauft werden.

Von Deutschland aus wollen die Briten in naher Zukunft aber auch noch in weitere Märkte auf dem europäischen Festland expandieren, weil man durch die zentrale Lage angrenzende Länder gut bedienen könne. Ziel ist, der führende Online-Händler für Haushaltsgeräte in Europa zu werden.

Bislang bestand das Sortiment im deutschen Online-Shop größtenteils aus weißer Ware. Seit dieser Woche verkaufen die Briten im deutschen Online-Shop aber auch erstmals TV- und Audiogeräte.

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