Vorläufige Quartalszahlen: Zalando steigert Umsatz und Ergebnis

Adreko

Der Berliner Fashion-Versender Zalando hat im zweiten Quartal 2016 einen europaweiten Netto-Umsatz eingefahren, der zwischen 909 und 924 Mio. Euro liegen wird. Das besagen die vorläufigen Zahlen für das zweite Quartal 2016. Demnach wird der Mode-Händler seinen Netto-Umsatz im zweiten Quartal 2016 voraussichtlich um 24 bis 26 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigern können.

Zalando Stradella Italien
Bei Zalando brummt das Geschäft nach wie vor (Bild: Zalando)

Neben dem Umsatz hat sich im zweiten Quartal 2016 auch das Ergebnis verbessert. Konkret werden die Berliner ein bereinigtes EBIT von 68 bis 88 Mio. Euro einfahren (ohne anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente), nachdem der Vergleichswert von Zalando aus dem Vorjahresquartal hier erst bei 30 Mio. Euro lag.

Entsprechend wird sich auch die bereinigte EBIT-Marge verbessern von zuvor 4,1 Prozent (Q2/2015) auf nun 7,5 bis 9,5 Prozent im zweiten Quartal 2016.

Detaillierte Hintergründe zur Entwicklung nennt Zalando am 11. August, wenn der Bericht für das erste Halbjahr 2016 mit den testierten Zahlen erscheint.

So heißt es auf Nachfrage von neuhandeln.de nur, dass man erneut in Wachstum und Service investiert habe – ohne dabei aber konkreter zu werden. Bereits im ersten Quartal 2016 konnte Zalando einen europaweiten Netto-Umsatz von 796,1 Mio. Euro erzielen, was einem Plus von 23,7 Prozent entsprach. Profitieren konnte der Fashion-Versender dabei von einer „zunehmenden Kundenzufriedenheit“. Das lässt sich durchaus nachvollziehen: Denn erste Kunden erhalten ihre Bestellungen dank Same-Day-Delivery ohne Aufpreis bereits am selben Tag und selbst Retouren holt Zalando schon kostenlos ab.

Wegen Investitionen in die Logistik hatte sich das EBIT des Versenders im ersten Quartal 2016 aber von 25,1 auf 16,4 Mio. Euro verschlechtert. Auch die Bruttogewinnmarge ging zurück. Gründe waren unter anderem höhere Rabatte. So hatten ein milder Januar und ein kalter März 2016 zu einer niedrigeren Abverkaufsquote der Herbst­/Winter­-Kollektion geführt. Das führte zu höheren Preisnachlässen im ersten Quartal 2016 und einem langsameren Start in die laufende Frühjahr­/Sommer-Saison 2016.

Das höhere EBIT im zweiten Quartal 2016 begründet Zalando mit einer „verbesserten Kosteneffizienz“, da bei weiter wachsenden Umsätzen die Kosten im Verhältnis weniger stark ansteigen. Dem Mode-Versender dürfte aber im zweiten Quartal 2016 auch die allgemeine Marktentwicklung in die Karten gespielt haben. Denn im Modehandel gelten das zweite und das vierte Quartal als besonders lukrativ, da es hier in die Frühjahr-/Sommer- beziehungsweise Herbst-/Winter-Saison geht und Textilien in der Regel zum Normalpreis verkauft werden. Im ersten und dritten Quartal prägen dagegen Discount-Phasen mit Rabatten das Geschäft, was schnell zu weniger Umsatz und geringerem Profit führt.

Zalando betreibt derzeit seinen Online-Shop für Kunden in insgesamt 15 europäischen Ländern.

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