Trotz schwierigem Umfeld: Gudrun Sjöden steigert Umsatz erneut

Adreko

Der deutsche Mode-Versender Gudrun Sjöden konnte auch das vergangene Geschäftsjahr 2015 mit einem Umsatzplus abschließen. Das geht nun aus dem frisch veröffentlichten Jahresabschluss der Gudrun Sjöden GmbH hervor, die auf den Handel mit skandinavischer Damen-Mode spezialisiert ist. Zwar fällt das Wachstum mit einem Plus von 2,7 Prozent auf 34,0 Mio. Euro netto geringer aus als ein Jahr zuvor, als der Spezialversender noch um starke 15,8 Prozent zulegen konnte. Gegenüber neuhandeln.de zeigt sich Geschäftsführer Matthias Fink aber sehr zufrieden mit dem Geschäft, da im vergangenen Jahr generell die Rahmenbedingungen für den Versandhandel schwierig waren.

Gudrun Sjöden
Skandinavische Mode von Gudrun Sjöden (Foto: Pressebild)

Zur Erinnerung: Im vergangenen Jahr hatte unsere Branche generell mit dem Poststreik zu kämpfen, weshalb auch bei Gudrun Sjöden einige Print-Mailings ins Leere gelaufen waren.

Durch die Streiks der Lokführer hatte zudem die Frequenz in den Filialen des Mode-Spezialisten abgenommen, da traditionell viele Kunden mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Shoppen anreisen.

Der gesamte Textilmarkt in Deutschland habe obendrein unter einer generellen Kaufzurückhaltung der Konsumenten gelitten, was sich dann auch bei Gudrun Sjöden im vergangenen Geschäftsjahr bemerkbar gemacht habe.

Vom Gesamtumsatz von 34,3 Mio. Euro netto im Geschäftsjahr 2015 wurden zwei Drittel (67 Prozent) über den Versandhandel erwirtschaftet, die übrigen 33 Prozent über die Ladengeschäfte im stationären Einzelhandel. Im vergangenen Jahr betrieb Gudrun Sjöden insgesamt sieben Filialen („Konzeptläden“) sowie ein Outlet am Firmensitz Zirndorf (bei Nürnberg). Nachdem aber 2014 noch zwei neue Filialen eröffnet hatten, kamen 2015 mangels geeigneter Mietflächen keine neuen Geschäfte dazu.

Doch auch ohne Investitionen in neue Standorte hat sich der Jahresüberschuss ein klein wenig verschlechtert von zuvor 3,1 Mio. Euro (2014) auf nun 2,9 Mio. Euro (2015). Hintergrund ist, dass verstärkt in Marketing investiert wurde – unter anderem in Kunden-Events wie Modenschauen in den Konzeptläden, Bustouren zu den Geschäften oder einer Roadshow in Österreich und Deutschland.

Im laufenden Geschäftsjahr 2016 rechnet Geschäftsführer Fink mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau. Profitieren kann die Gudrun Sjöden GmbH dabei erstmals von einem zusätzlichen Ladengeschäft in Münster, das erst vor wenigen Wochen eröffnet wurde. Im Frühjahr 2017 starten soll zudem eine Filiale in der Freiburger Innenstadt, zusätzliche Standorte in Leipzig und Wien sind geplant.

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