Trotz Preisanpassungen: Zooplus steigert Gewinn deutlich

Im Januar hatte die Zooplus AG vorläufige Zahlen für das Geschäftsjahr 2014 veröffentlicht, nach denen die ursprüngliche Umsatzprognose für diese Berichtsperiode deutlich übertroffen wurde. Nun liegt der Geschäftsbericht für 2014 vor, der neben diesen Umsatzangaben weitere spannende Einblicke in das Innenleben des europaweit tätigen Tierfutter-Versenders bietet.

Zooplus.deViele Stammkunden, kaum Retouren: Das Geschäft mit Futter hat Vorteile.

Zunächst gilt: Im Geschäftsjahr ist die Gesamtleistung der Zooplus AG von zuvor 426,9 Mio. Euro auf 570,9 Mio. Euro angestiegen, was einem Wachstum von rund 34 Prozent entspricht.

Diese Gesamtleistung setzt sich zusammen aus Warenumsätzen und sonstigen Erträgen (wie zum Beispiel Einnahmen aus Online-Werbung). Die sonstigen Erträge sind von 19,9 Mio. auf 27,8 Mio. Euro gestiegen (+40 Prozent), die Umsätze aus Warenverkäufen haben sich wiederum im Jahresvergleich von zuvor 407,0 Mio. auf 543,1 Mio. Euro verbessert (+33 Prozent).

Als Gründe für das starke Wachstum beim Tierfutter-Geschäft nennt die Zooplus AG zum einen, dass man die Kundenbasis in allen geographischen Märkten des Konzerns nochmals verbessern konnte. So wurden im Geschäftsjahr 2014 europaweit 1,8 Mio. neue Kunden gewonnen, was eine deutliche Verbesserung zum Vorjahr ist (2013: 1,4 Mio. Neukunden).

Kennzahlen von ZooplusAlle Bereiche auf Wachstumskurs: Aktuelle Zahlen von Zooplus (Bild: Screenshot)

Neukunden gewinnen konnte die Zooplus AG hauptsächlich über Online-Werbung, wobei unter anderem Display-Advertising, Suchmaschinen-Marketing und Preisvergleiche genutzt wurden.

Der Konzern zudem wachsen, weil man international weiter zulegen konnte. Hier spielt der Zooplus AG in die Karten, dass man in internationalen Märkten im Vergleich zu Deutschland noch geringere Marktanteile und daher größere Wachstumspotenziale habe. Im vergangenen Jahr hatte Zooplus zudem bereits in 23 Ländermärkten eigene Online-Shops in den jeweiligen Landessprachen betrieben, während es im Vorjahr zwei weniger waren. Zooplus profitiere zudem generell davon, dass sich immer mehr Nachfrage hin zum Online-Handel verlagere.

„Durchgängig attraktives Preisniveau“ hält Bestandskunden bei Laune

Die Zahl aller aktiven Kunden fällt mit 3,3 Mio. Verbrauchern im Geschäftsjahr 2014 übrigens noch größer aus als die Menge der Neukunden, wenn man auch Einkäufe von Bestandskunden berücksichtigt. Generell ist auch die Zahl der aktiven Kunden von zuvor 2,7 Mio. (2013) auf 3,3 Mio. Verbraucher (2014) stark gestiegen, die Wiederkaufsrate erhöhte sich von 85 Prozent auf 91 Prozent (siehe Grafiken). Die bestehenden Kunden konnte Zooplus mit Sonderaktionen und Prämien-Programmen sowie einem „durchgängig attraktiven Preisniveau“ bei Laune halten.

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Interessant: Um den Kunden weiterhin ein optimales Preis-Leistungsverhältnis zu bieten, wurden „Preisanpassungen“ im Geschäftsjahr 2014 vorgenommen. Denn laut dem Bericht ist auch das E-Commerce-Umfeld im Tierfutter-Geschäft sehr wettbewerbsintensiv. Durch die Preisanpassungen sank die Nettowareneinsatzmarge (Umsatzerlöse plus sonstige Erträge minus Materialaufwand) des Unternehmens von 34,5 Prozent (2013) auf 31,2 Prozent.

Im Gegenzug konnte die Zooplus AG allerdings die Ausgaben für Marketing um 0,8 Mio. Euro auf 9,9 Mio. Euro reduzieren (minus acht Prozent). Zusätzlich konnte der ECommerce-Konzern auch noch Effizienzsteigerungen in der Logistik erzielen. Das Ergebnis vor Steuern ist dadurch von 3,8 Mio. Euro (2013) auf 8,8 Mio. Euro gestiegen, was einer Verdoppelung entspricht.

Im laufenden Geschäftsjahr will die Zooplus AG eine Gesamtleistung von rund 700 Mio. Euro erzielen und dabei ein Vorsteuerergebnis von acht bis zwölf Mio. Euro erreichen. Übrigens: Die Retourenquote lag im Geschäftsjahr 2014 bei mickrigen zwei Prozent. Für das Geschäft mit Tierfutter sprechen also nicht nur hohe Wiederkaufsraten, sondern auch geringe Retouren.

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