SportScheck: Flächendeckendes Filialnetz nicht in Sicht

Der Multichannel-Händler SportScheck expandiert erneut im Einzelhandel. Ab dieser Woche ist das Unternehmen der Otto-Gruppe daher auch mit einem Geschäft in Aachen präsent. Hier finden Kunden die Filiale im ersten und zweiten Obergeschoss des frisch eröffneten Aquis Plaza Center, in dem SportScheck eine Fläche von rund 2.300 Quadratmetern belegt.

SportScheck AachenSportScheck ist Ankermieter im neuen Einkaufscenter (Bild: SportScheck)

Vor Ort will die Otto-Tochter vor allem mit Service punkten. So können Kunden unter anderem ihre Füße über einen 3D-Scan vermessen oder ihre Laufweise per Video analysieren lassen. Jeder Verkäufer verfügt zudem über ein iPad, mit sich die Bestände im Online-Shop abfragen lassen. Über die Tablets-PCs können die Mitarbeiter daher zum Beispiel im Gespräch mit dem Kunden einen Schuh spontan in einer Farbe online bestellen, die vor Ort ausverkauft ist.

Wer will, kann sich seinen Einkauf zudem am selben Tag über einen Kurier nach Hause liefern lassen. So einen Service bietet SportScheck auch in seinen übrigen Filialen an. Den Same-Day-Service buchen dabei besonders Kunden, die zum Beispiel sperrige Sportausrüstung kaufen und diese im Anschluss dann doch nicht selbst nach Hause schleppen wollen.

Trotz Neueröffnung: Flächendeckes Filialnetz lässt weiter auf sich warten

SportScheck betreibt nun 20 Filialen in Deutschland, die in der Regel auf eine Verkaufsfläche zwischen 2.000 und 5.500 Quadratmetern kommen. Lediglich in Reutlingen belegt SportScheck derzeit mit knapp 1.500 Quadratmetern deutlich weniger Fläche als bei den übrigen Filialen.

Diese kleinere Filiale hatte man vor zwei Jahren eröffnet und sollte eigentlich der Startschuss für eine neue Filialoffensive sein. Ziel war, ein flächendeckendes Filialnetz mit kleinen Stores außerhalb der Großstädte zu etablieren. Umgesetzt wurde dieser Plan bislang aber nicht.

Gegenüber neuhandeln.de hieß es zuletzt, dass man das Konzept mit den kleinen Standorten überarbeite. Prinzipiell sei SportScheck aber nach wie vor daran interessiert, mit kleineren Standorten von rund 1.000 Quadratmetern außerhalb der Großstädte aufzuschlagen. Wann das aber einmal konkret der Fall sein wird, ist zum aktuellen Zeitpunkt nach wie vor offen.

Stattdessen setzt SportScheck weiter auf große Stores in deutschen Metropolen. So bleibt die Otto-Tochter vorerst weiter mit ihrer 5.500 Quadratmeter großen Filiale in Essen, obwohl man dieses Geschäft eigentlich Anfang 2016 schließen wollte. Begründet wurde dieses Vorhaben damit, dass dieses Geschäft zu groß sei und “betriebswirtschaftlich nicht erfolgreich” wirtschaften könne. Inzwischen hat SportScheck aber neue Mietkonditionen erreicht und den Vertrag um ein Jahr verlängert. Ob man über das Jahr 2016 in Essen bleibt, ist momentan aber offen.

Im vergangenen Geschäftsjahr 2014/2015 (Stichtag: 28. Februar) war der Netto-Umsatz von SportScheck um 7,2 Prozent auf 296 Mio. Euro gesunken. Damit gab es erneut ein Minus, nachdem der Umsatz bereits zuvor um 5,1 Prozent auf 319 Mio. Euro geschmolzen war.

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