„Spacelab“-Runde 2: Media-Saturn sucht die nächsten Start-Ups

Die Media-Saturn-Gruppe will sich erneut an verheißungsvollen Start-Ups beteiligen. Aus diesem Grund geht nun das Förderprogramm „Spacelab“ in die zweite Runde, das die Ingolstädter im vergangenen Sommer aus der Taufe gehoben haben. Erneut fahndet der Handelskonzern daher jetzt nach jungen Unternehmen mit einem Fokus auf dem Geschäft mit Consumer Electronics, deren Angebote und Services das vorhandene Portfolio der Media-Saturn-Gruppe in Zukunft sinnvoll ergänzen könnten.

Media Saturn Spacelab
Über sein „Spacelab“ beteiligt sich Media-Saturn an Start-Ups (Bild: Screenshot)

Auch bei der zweiten Auflage hält der Handelskonzern an den Konditionen aus der ersten Runde fest. Das bedeutet: Ab sofort können sich Start-Ups online bei Media-Saturn bewerben. Voraussetzung für eine Teilnahme sind ein vorzeigbares Produkt oder Geschäftsmodell, ein vollständiges Gründerteam und Relevanz für den Consumer-Electronics-Markt. Nach der ersten Bewerbungsphase werden rund 20 Bewerber unter die Lupe genommen. Danach entscheidet sich, welche der Start-Ups final in das Spacelab-Programm einziehen. Dann wird unter anderem analysiert, ob Start-Ups im richtigen Markt aktiv sind und sie ihre Zielgruppe über ihre bisherige PR-Strategie überhaupt erreichen.

Bei der ersten Runde wurden insgesamt vier Start-Ups ausgewählt, die auf Service-Leistungen rund um Consumer Electronics spezialisiert sind und damit das Warenangebot der Media-Saturn-Gruppe zum Beispiel geschickt um neue After-Sales-Services erweitern. Zu den Finalisten der ersten Runde zählt daher etwa die Deutsche Technikberatung GmbH, die einen Mitarbeiter zu einem Media-Saturn-Kunden nach Hause schicken kann, falls dort das kürzlich gekaufte TV-Gerät nicht mehr funktioniert.

Media-Saturn-Fazit: „Erste Runde war ein voller Erfolg“

Mit Finalisten der ersten Runde hat die Media-Saturn-Gruppe bereits erste Kooperationen gestartet. So wird zum Beispiel den Kunden des Saturn-Marktes in Köln (Hansaring) unter dem Motto „Hausarzt für Technik“ angeboten, dass sie sich beim Kauf eines beratungsintensiven Produkts (Laptop, Smart-TV) von Mitarbeitern der Technikberatung schulen lassen können. In diesem Fall erhält der Kunde über seinen Saturn-Markt jede Stunde günstiger als bei einer Direktbuchung über die Deutsche Technikberatung.

An den Finalisten des Spacelab-Programms will sich Media-Saturn zudem beteiligen, wobei insgesamt in jedes Unternehmen rund 30.000 Euro fließen sollen. Die Verhandlungen über eine Beteiligung der Media-Saturn-Gruppe an den vier Finalisten aus der ersten Runde starten in den nächsten Wochen.

Martin Sinner
Martin Sinner (Bild: Media-Saturn)

Verantwortlich für das „Spacelab“-Programm von Media-Saturn ist Martin Sinner, der auch die unternehmensinterne Einheit “Electronics Online Group” (EOG) führt. Unter diesem Motto bündelt der Konzert seit Herbst 2014 alle Aktivitäten seiner Online-Pureplayer.

„Die erste Runde war ein voller Erfolg“, freut sich Sinner. Weil alle vier Finalisten beim ersten Anlauf aber ihre Schwerpunkte beim Kunden-Service haben, sucht er diesmal Start-Ups mit einem anderen Fokus. Interessiert ist die Media-Saturn-Gruppe demnach an Unternehmen mit einem Fokus auf Connected Home oder Mobile Commerce.

Über das Programm will Media-Saturn aber nicht nur an neue Produkte und Services gelangen. Wertvoll ist für Sinner auch der Kontakt zu kreativen Köpfen, den man sonst vielleicht nicht bekommen würde.

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