Shopping-Club Limango rüstet sich für Europa-Expansion

Bei dem auf junge Familien spezialisierten Shopping-Club Limango gibt es personelle Veränderungen. So verstärkt ab sofort Matthias Siedler die Otto-Tochter als neuer Chief Technology Officer (CTO). In dieser Funktion soll der 41-Jährige nun die IT-Systeme bei Limango so aufsetzen, dass der Shopping-Club künftig sein Online-Angebot internationalisieren und in zusätzlichen Ländern anbieten kann.

Matthias Siedler
Matthias Siedler (Bild: Limango)

Der Neuzugang hat bislang keine Erfahrung im klassischen Versandhandel. Denn vor seinem Wechsel zur Otto-Tochter war Siedler (siehe Foto links) als Geschäftsführer und Gründer für die Münchner carpooling.com GmbH verantwortlich, die einmal hinter den Portalen mitfahrgelegenheit.de und mitfahrzentrale.de stand und heute zu BlaBlaCar gehört.

Der 41-Jährige hatte hier nicht nur die beiden Internet-Angebote für Verbraucher mitentwickelt. Er war auch dafür zuständig, zusätzliche Sprach-Versionen für Verbraucher in weiteren Ländern aufzubauen. Damit kann Siedler genau die Erfahrung vorweisen, die Limango nun benötigt.

Neben dem deutschen Online-Portal betreibt Limango aktuell noch separate Länder-Versionen seines Shopping-Clubs für Kunden in Österreich, Holland und Polen. Vor rund sieben Jahren hatte Limango zudem einen Ableger in der Türkei gestartet, der aber im vergangenen Frühjahr recht geräuschlos wieder geschlossen wurde. In welche weiteren Ländern die Otto-Tochter künftig expandieren will, hat man bis Redaktionsschluss gegenüber neuhandeln.de nicht verraten wollen. Denkbar wäre aber, dass Limango künftig auch Kunden in Frankreich und weiteren osteuropäischen Ländern bedient.

Im vergangenen Geschäftsjahr 2015/2016 (Stichtag: 29. Februar) konnte der Shopping-Club einen Netto-Umsatz von rund 130 Mio. Euro erzielen, wie ich bereits auf neuhandeln.de berichtet hatte.

Im Vergleich zum Vorjahr konnte Limango damit um satte 40 Prozent zulegen. Hauptgrund war, dass die Zahl der aktiven Kunden zum Vorjahr stark gestiegen war. Das lag wiederum mit daran, dass die Zahl der zeitlich limitierten Verkaufsaktionen um 66 Prozent auf knapp 4.000 Kampagnen gestiegen war.

Zum Ergebnis machen die Münchner keine Angaben. Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Otto-Gruppe einbezogen, der keine separaten Zahlen zum Geschäft des Shopping-Clubs enthält.

Limango wurde 2007 gegründet und gehört seit 2009 zur Otto-Gruppe. Dort ist der Shopping-Club seit dem Geschäftsjahr 2013/2014 organisatorisch an die Berliner myToys.de-Gruppe angedockt, während der Firmensitz von Limango nach wie vor in München ist. Das Geschäftsmodell basiert darauf, dass Marken-Ware zu reduzierten Preisen angeboten wird. Um Begehrlichkeiten zu wecken, können die Verkaufskampagnen nur registrierte Mitglieder einsehen. Jede Aktion ist zudem zeitlich befristet, so dass Kunden bei einem konkreten Interesse schnell zuschlagen müssen. Gegründet wurde der Shopping-Club von Johannes Ditterich, Martin Oppenrieder und Sven van den Bergh. Während Oppenrieder und van den Bergh auch heute noch im Management aktiv sind, hat Gründer und Geschäftsführer Ditterich den Shopping-Club vor einem Jahr aus privaten Gründen verlassen.

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