Rose-Bilanz: Multimedia-Store entwickelt sich positiv

Vor einem Jahr hatte Fahrrad-Spezialist Rose in München einen modernen Multimedia-Store eröffnet. Seitdem finden Kunden im Erdgeschoss des Einkaufszentrums Mona auf rund 300 Quadratmetern 20 verschiedene Fahrrad-Modelle, die man vor Ort begutachten und über Tablet-PCs im Geschäft individuell verändern kann (z.B. andere Gangschaltung, Bremsen).

Rose TouchscreenAn Tablet-PCs können Kunden ihre Fahrräder personalisieren (Bild: Rose)

Anschließend werden die individuell konfigurierten Räder am Firmensitz von Rose in Bocholt produziert und von dort aus an Kunden geschickt, die ihre fertig produzierten Räder entweder nach Hause geliefert bekommen oder selbst in der Münchner Filiale abholen können.

Wieviel Umsatz bislang über den Münchner Hightech-Store erwirtschaftet wurde, will Rose auf Nachfrage zwar nicht beziffern. Gegenüber neuhandeln.de zeigt sich der Spezialversender nach einem Jahr aber zufrieden. Demnach konnte die Rose Bikes GmbH im gesamten Münchner Einzugsgebiet eine positive Entwicklung verzeichnen, seit es das Ladengeschäft im Norden der Großstadt gibt. Auch crossmediale Effekte nehme man wahr – demnach steigen auch die Versandumsätze in der Region, seit Rose in München vor Ort vertreten ist.

Von solchen Multichannel-Effekten berichten auch andere Versender immer wieder, wenn sie im stationären Einzelhandel expandieren. Bei der Notebooksbilliger.de AG ziehen zum Beispiel die Online-Umsätze in einer Region ebenfalls an, wenn der Elektronik-Spezialist ein Geschäft vor Ort eröffnet. Eine mögliche Erklärung könnte sein, dass Ladengeschäfte den weniger online-affinen Verbrauchern signalisieren, dass es sich bei einem Online-Händler auch wirklich um einen seriösen Anbieter handelt – was die Scheu vor einem Online-Einkauf nehmen kann.

Bei Rose dürften in der nächsten Zeit dennoch vor allem die Umsätze anziehen, die auch direkt im Geschäft vor Ort generiert werden. Denn zusätzlich zum Multimedia-Showroom gibt es nun einen Sonderverkauf. So bietet Rose auf weiteren 500 Quadratmetern Verkaufsfläche für eine Woche preisreduzierte Restposten an, die Kunden direkt mitnehmen können. Individuell konfigurieren lassen sich die Auslaufmodelle im Rose-Outlet dabei allerdings nicht mehr.

Rose fertigt bereits seit über hundert Jahren eigene Fahräder, die über den Versandhandel (Online-Shop und Kataloge) und zwei Ladengeschäfte (“Biketown”) in Bocholt und München angeboten werden. Im vorletzten Geschäftsjahr 2013 hatte der Fahrrad-Spezialist einen Netto-Umsatz von 60,3 Mio. Euro erzielt und schaffte dabei einen hauchdünnen Jahresüberschuss.

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